DataPipeline – ETL-Framework in Ruby
Stand: 2026-10-09 · Gem datapipeline 3.1.0 (CHANGELOG.md) · Ruby 3.4 · Lizenz BSD-3-Clause (LICENSE)
DataPipeline liest Daten aus einer Quelle, schickt jede Zeile durch eine Kette von Schritten (prüfen, filtern,
umbauen, anreichern, abgleichen) und schreibt das Ergebnis in ein oder mehrere Ziele. Eine Pipeline ist ein kurzes
Ruby-Skript; Quellen und Ziele sind austauschbare Plugins für PostgreSQL, SQLite, CSV, JSON/NDJSON, Excel,
Festbreiten-Dateien und REST-APIs.
Inhalt
- Überblick – was das Gem kann, Schnellstart, Grundbegriffe
- Beispiele – sieben lauffähige Pipelines, vom Import bis zum produktiven Export
- Pipelines schreiben – DSL, Schritte, Prüfen, Fehler, Ergebnis
- Plugins – mitgelieferte Quellen und Ziele, eigene Plugins, Abhängigkeiten
- Satzarten-Layouts – Dateien mit Kopf-, Positions- und Schlusssätzen
- Betrieb – Kommandozeile, Verbindungen, Sperre, Abgleich, Historie, Benachrichtigung, Fehlersuche
- Umstieg – auf 3.1, von 2.x auf 3.0 (
transformentfernt), von 2.0 auf 2.1 - Entwicklung – Aufbau, Tests, Gem bauen
- Ausblick
1. Überblick
1.1 Was das Gem kann
| Bereich | Möglichkeiten |
|---|---|
| Lesen und Schreiben | PostgreSQL, SQLite, CSV, JSON/NDJSON, Excel, Festbreiten-Dateien, REST-APIs; eigene Plugins mit wenigen Methoden; mehrere Ziele je Pipeline, auch mit Auswahl je Ziel |
| Umbauen | map (1:1, 1:n, 1:0), filter, Kurzschritte rename, select, cast, default; Nachschlagetabellen mit lookup; Kopf- und Schlusssätze mit Zählern |
| Prüfen | Regeln je Spalte (Pflicht, Länge, Format, Werteliste, Typ), eigene Regeln als Block, Satzarten-Layouts; als Fehler oder nur als Warnung |
| Fehler | Abbruch, Zeile überspringen oder mit Grund in eine Fehlerdatei schreiben |
| Datenmengen | Batch im Speicher oder Streaming Zeile für Zeile mit konstantem Speicherbedarf; Postgres-Cursor und Schreiben in Paketen |
| Betrieb | Kommandozeile etl mit Exit-Codes, Dry-Run, Limit, inkrementelle Läufe (Wasserzeichen), Sperre gegen parallele Läufe, Upsert für wiederholbare Läufe, Summenabgleich vor dem Schreiben, Laufhistorie, Verbindungsdatei, Slack |
| Dateiformate | Zeichensatz (z. B. Windows-1252) für CSV und Festbreite, BOM für CSV; Satzarten-Dateien schreiben, prüfen und lesen |
Anwendungen: Das Projekt etl nutzt das Gem für die PDS → SAP-Schnittstelle (CUDO) und für das Anlegen von
Rechnungen über die pds API; dort liegen auch deren Doku und Tests.
1.2 Schnellstart
Im Repository:
mise install # Ruby 3.4.9 aus mise.toml
bundle install
bundle exec rake test # Tests; Postgres-Tests nur mit lokalem Server (8.2)
bin/etl run examples/kunden_import.rb # Beispiel 2.1, Ergebnis in tmp/
bin/etl run examples/kunden_import.rb --dry-run # alles prüfen, nichts schreiben
In einer anderen Anwendung:
# Gemfile
gem 'datapipeline', '~> 3.1', git: 'https://git.wicom.li/wkh/datapipeline.git', branch: 'main'
gem 'pg' # nur die Gems der benötigten Plugins (4.10)
'~> 3.1' verhindert, dass bundle update unbemerkt eine neue Hauptversion mit Breaking Changes holt (8.3). Für die
Entwicklung gegen einen lokalen Checkout: bundle config set local.datapipeline ../datapipeline.
bundle install
bundle exec etl pipeline.rb --dry-run # das Kommando etl kommt mit dem Gem
Die kleinste sinnvolle Pipeline kopiert eine CSV-Datei nach JSON:
require 'datapipeline'
DataPipeline.new do
read container(:csv, file: 'kunden.csv')
write container(:json, file: 'kunden.json')
end.run
1.3 Grundbegriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Pipeline | DataPipeline.new do … end: eine Quelle, Schritte, ein oder mehrere Ziele; run führt sie aus |
| Zeile | ein Hash mit String-Schlüsseln, z. B. { 'kundennr' => '100001', 'name' => 'Müller GmbH' } |
| Plugin, Storage | liest oder schreibt Zeilen (container(:csv, …)); dieselbe Klasse dient als Quelle und als Ziel |
| Schritt | validate, filter, map und die Kurzschritte; jede Zeile läuft der Reihe nach durch alle Schritte |
| Kopf-, Schlusssatz | header, trailer: Zeilen vor bzw. nach den Daten, z. B. mit der Anzahl Datensätze |
| Batch, Streaming | Batch lädt die Quelle ganz in den Speicher, Streaming (streamed) verarbeitet Zeile für Zeile |
| Lauf, Stats | ein Aufruf von run; das Ergebnis DataPipeline::Stats enthält Zähler, Fehler, Summen und Laufzeit |
| Satzart, Layout | Dateien mit verschiedenen Zeilenarten (Kopf, Position, Ende) und fester Feldliste je Art (Kapitel 5) |
| Wasserzeichen | der höchste verarbeitete Wert einer Spalte, damit der nächste Lauf nur Neues liest (6.5) |
2. Beispiele
Alle Beispiele liegen in examples/, lesen die Daten in examples/data/ und schreiben nach tmp/
(--out=verzeichnis ändert das). test/examples/doc_examples_test.rb führt jedes aus, prüft das Ergebnis und dass
der Code hier genau der Datei entspricht.
| Beispiel | Zeigt |
|---|---|
| 2.1 Kundenimport | Prüfen, Nachschlagen, Fehlerdatei, zwei Ziele |
| 2.2 Datei mit Satzarten | 1:n-Umbau, Kopf- und Schlusssatz, Layout |
| 2.3 Inkrementell und gestreamt | Wasserzeichen, Streaming |
| 2.4 Eigenes Plugin | eine Quelle selbst schreiben |
| 2.5 REST-APIs | Paging, Wiederholung, Pakete, eine URL je Datensatz |
| 2.6 Produktiver Lauf | Verbindungsdatei, Sperre, Kurzschritte, Summenabgleich, Upsert, Zeichensatz, Historie, Slack |
2.1 Kundenimport
Eine Kundenliste (examples/data/kunden.csv, 9 Zeilen) soll geprüft, mit Ländernamen angereichert und in eine
SQLite-Datenbank geschrieben werden; EU-Kunden kommen zusätzlich in eine Excel-Liste. Fehlerhafte Zeilen sollen den
Lauf nicht abbrechen, sondern mit Grund in einer eigenen Datei landen.
flowchart LR
CSV[kunden.csv] --> V1[validate<br/>Pflicht, Format, Typ]
LJ[laender.json] -. lookup .-> V2
V1 --> V2[validate<br/>Land bekannt]
V2 --> F[filter<br/>nur aktiv]
F --> M[map<br/>anreichern, umbauen]
LJ -. lookup .-> M
M --> DB[(kunden.sqlite3<br/>alle)]
M -->|only: EU| XL[eu_kunden.xlsx]
V1 -. on_error .-> ERR[kunden_fehler.csv]
V2 -. on_error .-> ERR
#
# Kundenliste aus CSV prüfen, mit Ländern anreichern, nach SQLite und Excel schreiben
#
# bin/etl run examples/kunden_import.rb [--out=tmp] [--dry-run]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
DATA = File.expand_path('data', __dir__)
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
DataPipeline.new do
version 'kunden_import 1.0'
# Nachschlagetabelle, einmal geladen: { 'DE' => { 'code' => 'DE', 'name' => 'Deutschland', 'eu' => true }, ... }
laender = lookup container(:json, file: "#{DATA}/laender.json"), key: 'code', unique: true
read container(:csv, file: "#{DATA}/kunden.csv", csv: { col_sep: ';' })
# fehlerhafte Zeilen mit Grund in eine eigene Datei, der Lauf geht weiter
on_error :collect, to: container(:csv, file: "#{out}/kunden_fehler.csv")
# 1. prüfen
validate 'kundennr' => { required: true, format: /\A\d{6}\z/ },
'name' => { required: true, max: 40 },
'umsatz' => { type: :decimal }
validate { |row| "Land #{row['land']} unbekannt" unless laender.key?(row['land']) }
# 2. nur aktive Kunden
filter { |row| row['status'] == 'aktiv' }
# 3. anreichern und umbauen
map do |row|
land = laender.fetch(row['land'])
{
'kundennr' => row['kundennr'],
'name' => row['name'].strip,
'land' => land['name'],
'eu' => land['eu'] ? 'ja' : 'nein',
'umsatz' => row['umsatz'].to_f.round(2)
}
end
# 4. schreiben: alle Kunden nach SQLite, EU-Kunden zusätzlich als Excel-Liste
write container(:sqlite, database: "#{out}/kunden.sqlite3", table: 'kunden', create: true, truncate: true)
write container(:excel, file: "#{out}/eu_kunden.xlsx", sheet: 'EU-Kunden'), only: ->(row) { row['eu'] == 'ja' }
on_finish { |stats| puts "kunden_import: #{stats}" }
end.run
| Zeile | Erklärung |
|---|---|
DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp') |
Parameter von der Kommandozeile: --out=verzeichnis |
lookup …, key: 'code', unique: true |
lädt die Länder einmal als Hash nach Ländercode; kein Zugriff je Zeile |
on_error :collect, to: … |
jede Zeile, die in einem Schritt scheitert, kommt mit _step und _error in die Fehlerdatei |
validate 'kundennr' => { … } |
Regeln je Spalte (3.5) |
validate { |row| … } |
eigene Regel: ein Text (oder ein Array) ist ein Fehler, nil heisst in Ordnung |
filter |
inaktive Kunden fallen weg, ohne Fehler |
map |
baut die Zielzeile; laender.fetch kann nicht scheitern, weil validate das Land schon geprüft hat |
write … zweimal |
jedes Ziel bekommt die Zeilen; only: wählt die Zeilen für die Excel-Liste |
create: true, truncate: true |
SQLite legt die Tabelle beim ersten Schreiben an und leert sie; im Dry-Run passiert nichts |
on_finish |
läuft nach jedem Lauf, auch nach einem Abbruch; stats siehe 3.7 |
Ergebnis von bin/etl run examples/kunden_import.rb:
INFO start kunden_import 1.0
WARN rejected by validate#1: name: missing
WARN rejected by validate#1: kundennr: format /\A\d{6}\z/
WARN rejected by validate#2: Land XX unbekannt
WARN rejected by validate#1: umsatz: not decimal
INFO finish read=9 written=4 rejected=4 0.097s
kunden_import: read=9 written=4 rejected=4 0.097s
| Datei | Inhalt |
|---|---|
tmp/kunden.sqlite3, Tabelle kunden |
4 aktive, gültige Kunden (DE, AT, CH, IT) mit Ländername, eu, umsatz als Zahl |
tmp/eu_kunden.xlsx, Blatt EU-Kunden |
3 Kunden (ohne CH) |
tmp/kunden_fehler.csv |
4 Zeilen: leerer Name, Kundennummer mit 5 Stellen, Land XX, Umsatz abc – je mit _step und _error |
Der Exit-Code ist 2, weil Zeilen verworfen wurden; ein Abbruch ergäbe 1, ein fehlerfreier Lauf 0. Mit
--dry-run läuft alles gleich, es entstehen aber weder Datenbank noch Excel- oder Fehlerdatei; stattdessen stehen
die ersten Zeilen auf dem Bildschirm.
2.2 Datei mit Satzarten
Rechnungen aus verschachteltem JSON werden zu einem Kopfsatz mit Positionssätzen; Datei- und Schlusssatz zählen die
Datensätze. Das Layout legt Reihenfolge, Typ und Länge der Felder je Satzart fest (Kapitel 5). Ohne format: true
formatiert das Layout nicht, deshalb bringt das map hier Datum und Beträge selbst ins Zielformat (delete('-'),
format('%.2f', …)).
#
# Rechnungen aus verschachteltem JSON in eine Datei mit Satzarten (Datei-, Kopf-, Positions-, Schlusssatz)
#
# bin/etl run examples/rechnungen_satzarten.rb [--out=tmp]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
DATA = File.expand_path('data', __dir__)
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
# Feld: [Name, Typ, Länge, Pflicht]; Typ AN Text, N Zahl (11.2 = 9 Vor-, 2 Nachkommastellen), DAT YYYYMMDD
LAYOUT = DataPipeline::Layout.new do
record 'DATEI', [['SATYP', 'AN', 5, true], ['ERSTELLT', 'DAT', 8, true], ['ANZAHL', 'N', 6, true]]
record 'KOPF', [['SATYP', 'AN', 5, true], ['LFDNR', 'N', 6, true], ['BELNR', 'AN', 10, true],
['DATUM', 'DAT', 8, true], ['KUNNR', 'AN', 10, true], ['SUMME', 'N', '11.2', true]]
record 'POS', [['SATYP', 'AN', 5, true], ['LFDNR', 'N', 6, true], ['BELNR', 'AN', 10, true],
['POSNR', 'N', 3, true], ['TEXT', 'AN', 30], ['BETRAG', 'N', '11.2', true]]
record 'ENDE', [['SATYP', 'AN', 5, true], ['ANZAHL', 'N', 6, true]]
end
DataPipeline.new do
read container(:json, file: "#{DATA}/rechnungen.json")
# 1. eine Rechnung -> Kopfsatz + n Positionssätze
map do |rechnung|
positionen = rechnung['positionen'].each_with_index.map do |pos, i|
{ 'satyp' => 'POS', 'belnr' => rechnung['nr'], 'posnr' => format('%03d', i + 1),
'text' => pos['text'], 'betrag' => format('%.2f', pos['menge'] * pos['preis']) }
end
kopf = { 'satyp' => 'KOPF', 'belnr' => rechnung['nr'], 'datum' => rechnung['datum'].delete('-'),
'kunnr' => rechnung['kunde'], 'summe' => format('%.2f', positionen.sum { |p| p['betrag'].to_f }) }
[kopf, *positionen]
end
# 2. laufende Nummer über alle Kopf- und Positionssätze
map { |row, ctx| row.merge('lfdnr' => format('%06d', ctx.index + 1)) }
# 3. gegen das Layout prüfen: zu langer Text wird gemeldet, die Zeile bleibt
validate LAYOUT, warn: true
# Datei- und Schlusssatz kennen die Anzahl der Datensätze
header { |ctx| { 'satyp' => 'DATEI', 'erstellt' => Date.today.strftime('%Y%m%d'), 'anzahl' => format('%06d', ctx.written) } }
trailer { |ctx| { 'satyp' => 'ENDE', 'anzahl' => format('%06d', ctx.written) } }
# Felder in der Reihenfolge des Layouts; Positionen zusätzlich als NDJSON
write container(:csv, file: "#{out}/rechnungen.txt", layout: LAYOUT, csv: { headers: false, col_sep: '|' })
write container(:json, file: "#{out}/positionen.ndjson"), only: ->(row) { row['satyp'] == 'POS' }
end.run
Ergebnis tmp/rechnungen.txt (die Warnung meldet den Positionstext mit mehr als 30 Zeichen):
DATEI|20261008|000005
KOPF|000001|R-1001|20251103|100001|380.50
POS|000002|R-1001|001|Beratung|300.00
POS|000003|R-1001|002|Reisekosten|80.50
KOPF|000004|R-1002|20251105|100002|1200.00
POS|000005|R-1002|001|Jahreslizenz Software mit Wartung und Support|1200.00
ENDE|000005
2.3 Inkrementell und gestreamt
Nur Bewegungen, die seit dem letzten erfolgreichen Lauf dazugekommen sind; jede Zeile wird sofort geschrieben, der Speicherbedarf bleibt auch bei Millionen Zeilen klein.
#
# Nur neue Buchungsbewegungen exportieren, Zeile für Zeile (Streaming)
# Ein zweiter Lauf ohne neue Daten schreibt nichts.
#
# bin/etl run examples/bewegungen_inkrementell.rb [--out=tmp]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
DATA = File.expand_path('data', __dir__)
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
DataPipeline.new do
streamed
# höchste id des letzten erfolgreichen Laufs, gespeichert in tmp/.state.json
stand = watermark :bewegungen, column: 'id', file: "#{out}/.state.json", initial: 0
# bei einer Datenbank gehört der Filter ins SQL: where id > $1, params: [stand.value]
read container(:json, file: "#{DATA}/bewegungen.ndjson")
filter { |row| row['id'] > stand.value.to_i }
map { |row| row.merge('soll_haben' => row['betrag'].negative? ? 'H' : 'S', 'betrag' => row['betrag'].abs) }
write container(:json,
file: "#{out}/bewegungen_#{Time.now.strftime('%Y%m%d_%H%M%S')}.ndjson"
)
on_finish { |stats| puts "neu: #{stats.written}, Stand jetzt: #{stand.current}" }
end.run
Der erste Lauf schreibt 4 Bewegungen und merkt sich 4; der zweite schreibt nichts (neu: 0) und legt auch keine
Datei an. Bricht ein Lauf ab, bleibt der alte Stand stehen.
2.4 Eigenes Plugin
Eine Quelle, die alle CSV-Dateien eines Verzeichnisses liest. Ein Plugin braucht nur die Methoden, die es anbietet
(hier read); die Schnittstelle steht in 4.1.
#
# Eigenes Plugin: liest alle CSV-Dateien eines Verzeichnisses als eine Quelle
#
# bin/etl run examples/eigenes_plugin.rb [--out=tmp]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
DATA = File.expand_path('data', __dir__)
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
class VerzeichnisStorage < DataPipeline::StoragePlugin
def initialize dir:, pattern: '*.csv', **csv_options
@dir = dir
@pattern = pattern
@csv_options = csv_options
end
# jede Zeile bekommt den Dateinamen dazu; mit Block zeilenweise (für streamed)
def read(&block)
rows = Dir.glob(File.join(@dir, @pattern)).sort.flat_map do |file|
DataPipeline::CsvStorage.new(file:, **@csv_options).read.map { |row| row.merge('datei' => File.basename(file, '.*')) }
end
return rows unless block
rows.each(&block)
nil
end
end
DataPipeline.register :verzeichnis, VerzeichnisStorage
DataPipeline.new do
read container(:verzeichnis, dir: "#{DATA}/filialen")
map { |row| row.merge('menge' => row['menge'].to_i) }
write container(:csv, file: "#{out}/alle_filialen.csv", columns: %w[datei artikel menge])
end.run
Ergebnis tmp/alle_filialen.csv:
datei,artikel,menge
vaduz,A-100,5
vaduz,B-200,2
zuerich,A-100,7
zuerich,C-300,1
2.5 REST-APIs
Die drei Beispiele laufen gegen eine kleine Demo-API (examples/demo_api.rb), die ohne Internet
und ohne weitere Gems auskommt. Sie verlangt ein Token, liefert Seiten und Folge-Links, nimmt Daten per POST und PUT an
und antwortet einmal absichtlich mit 503, damit die Wiederholung sichtbar wird.
ruby examples/demo_api.rb & # http://127.0.0.1:4567, Token demo-token
bin/etl run examples/rest_lesen.rb
bin/etl run examples/rest_schreiben.rb
bin/etl run examples/rest_zu_rest.rb
Gegen eine echte API ändern sich nur --url=… und das Token (DEMO_API_TOKEN, in der Praxis aus der Umgebung).
| Endpunkt der Demo-API | Antwort |
|---|---|
GET /api/kunden?page=1&per_page=3 |
{"data": [...], "page": 1}; Seite 2 antwortet einmal mit 503 |
GET /api/laender |
[{"code": "DE", "name": "Deutschland"}, ...] |
GET /api/bestellungen?cursor=n |
{"items": [...], "next": "/api/bestellungen?cursor=n+2"}, auf der letzten Seite "next": null |
POST /api/import |
ein Objekt oder Array; 422, wenn kundennr oder name fehlt |
PUT /api/archiv/<id> |
legt das Objekt unter der id ab |
Lesen: seitenweise, mit Wiederholung und Nachschlagen – page_param holt Seite für Seite, bis eine leer ist;
root zeigt auf das Array in der Antwort. Ein zweiter Container auf denselben Server dient mit query als Lookup.
#
# Kunden seitenweise aus einer REST-API lesen, mit Ländern aus einem zweiten Endpunkt anreichern,
# nach CSV und JSON schreiben
#
# ruby examples/demo_api.rb & # Demo-API starten
# bin/etl run examples/rest_lesen.rb [--url=http://127.0.0.1:4567] [--out=tmp]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
API = DataPipeline.params.fetch(:url, 'http://127.0.0.1:4567')
AUTH = "Bearer #{ENV.fetch('DEMO_API_TOKEN', 'demo-token')}"
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
DataPipeline.new do
version 'rest_lesen 1.0'
# GET /api/kunden?page=1&per_page=3, dann page=2, ... bis eine Seite leer ist
# die Zeilen stehen in der Antwort unter "data"; 429/5xx und Netzfehler werden bis zu 3-mal wiederholt
kunden = container :rest, url: "#{API}/api/kunden", auth: AUTH,
root: 'data', page_param: 'page', params: { 'per_page' => 3 },
retries: 3, retry_wait: 0.2
# derselbe Server, anderer Endpunkt: query hängt den Pfad an die url an (GET /api/laender)
stamm = container :rest, url: "#{API}/api", auth: AUTH
laender = lookup stamm, query: 'laender', key: 'code', unique: true
read kunden
on_error :collect, to: container(:csv, file: "#{out}/api_fehler.csv")
validate 'id' => { required: true }, 'umsatz' => { type: :decimal }
map do |kunde|
{
'id' => kunde['id'],
'name' => kunde['name'],
'land' => laender.dig(kunde['land'], 'name') || kunde['land'],
'umsatz' => kunde['umsatz'].to_f
}
end
write container(:csv, file: "#{out}/api_kunden.csv", columns: %w[id name land umsatz])
write container(:json, file: "#{out}/api_kunden.json", pretty: true)
on_finish { |stats| puts "rest_lesen: #{stats}" }
end.run
INFO start rest_lesen 1.0
WARN rejected by validate#1: umsatz: not decimal
INFO finish read=7 written=6 rejected=1 0.213s
Gelesen werden 7 Kunden in 3 Seiten (plus eine leere Seite als Ende); die 503 auf Seite 2 bemerkt man nur an der
Laufzeit. Kunde 5 hat den Umsatz n/a und steht in tmp/api_fehler.csv. Ergebnis tmp/api_kunden.csv:
id,name,land,umsatz
1,Müller GmbH,Deutschland,12500.5
2,Huber & Partner,Österreich,8300.0
3,Swiss Trade AG,Schweiz,22000.75
4,Rossi Srl,Italien,4100.1
6,Nordic AB,SE,990.0
7,Vaduz Treuhand,Liechtenstein,15000.0
Schweden fehlt in /api/laender, deshalb bleibt bei Kunde 6 der Code SE stehen.
Schreiben: prüfen, dann in Paketen senden – batch_size: 2 schickt je 2 Zeilen als JSON-Array. Was die API
ablehnen würde, wird vorher geprüft: Lehnt die API ein Paket trotzdem ab (4xx), bricht der Lauf ab, weil ein Fehler
beim Schreiben nicht einer einzelnen Zeile zugeordnet werden kann.
#
# Kunden aus CSV prüfen und in Paketen per POST an eine REST-API senden
#
# ruby examples/demo_api.rb &
# bin/etl run examples/rest_schreiben.rb [--url=http://127.0.0.1:4567] [--dry-run]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
API = DataPipeline.params.fetch(:url, 'http://127.0.0.1:4567')
AUTH = "Bearer #{ENV.fetch('DEMO_API_TOKEN', 'demo-token')}"
DATA = File.expand_path('data', __dir__)
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
DataPipeline.new do
version 'rest_schreiben 1.0'
read container(:csv, file: "#{DATA}/kunden.csv", csv: { col_sep: ';' })
# vor dem Senden prüfen: was die API ablehnen würde, landet hier in der Fehlerdatei
on_error :collect, to: container(:csv, file: "#{out}/import_fehler.csv")
validate 'kundennr' => { required: true, format: /\A\d{6}\z/ }, 'name' => { required: true }
filter { |row| row['status'] == 'aktiv' }
map do |row|
{ 'kundennr' => row['kundennr'], 'name' => row['name'].strip, 'land' => row['land'], 'umsatz' => row['umsatz'].to_f }
end
# POST /api/import mit je 2 Kunden als JSON-Array; im Dry-Run wird nichts gesendet
write container(:rest, url: "#{API}/api/import", auth: AUTH, batch_size: 2)
on_finish do |stats|
puts stats.dry_run ? 'Dry-Run: nichts gesendet' : "gesendet: #{stats.written} Kunden in #{(stats.written / 2.0).ceil} Paketen"
end
end.run
Ergebnis: 6 aktive Kunden in 3 Anfragen an POST /api/import, 2 Kunden in tmp/import_fehler.csv (leerer Name,
Kundennummer mit 5 Stellen). Mit --dry-run wird nichts gesendet; auf dem Bildschirm stehen die Daten, die gesendet
würden:
DRY RUN – nothing written: read=9 written=6 rejected=2 0.0s (dry run)
{"kundennr":"100001","name":"Müller GmbH","land":"DE","umsatz":12500.5}
...
Von API zu API: Folge-Links, Streaming, eine URL je Datensatz – Die Antwort nennt die nächste Seite selbst; das
Lambda in next: macht daraus eine vollständige URL. write_url als Lambda schickt jede Bestellung an ihre eigene
Adresse. Mit dem Wasserzeichen archiviert ein zweiter Lauf nur, was neu dazugekommen ist.
#
# Von API zu API: neue Bestellungen über Folge-Links lesen und einzeln per PUT archivieren
# Ein zweiter Lauf ohne neue Bestellungen sendet nichts.
#
# ruby examples/demo_api.rb &
# bin/etl run examples/rest_zu_rest.rb [--url=http://127.0.0.1:4567] [--out=tmp]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
API = DataPipeline.params.fetch(:url, 'http://127.0.0.1:4567')
AUTH = "Bearer #{ENV.fetch('DEMO_API_TOKEN', 'demo-token')}"
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
DataPipeline.new do
streamed
# höchste Bestellnummer des letzten erfolgreichen Laufs
stand = watermark :bestellungen, column: 'id', file: "#{out}/.state.json", initial: 0
# die Antwort nennt die nächste Seite selbst: {"items": [...], "next": "/api/bestellungen?cursor=2"}
read container(:rest, url: "#{API}/api/bestellungen", auth: AUTH, root: 'items',
next: ->(body) { body['next'] && "#{API}#{body['next']}" })
filter { |row| row['id'] > stand.value.to_i }
map { |row| row.merge('archiviert' => Date.today.iso8601) }
# eine url je Bestellung: PUT /api/archiv/<id>
write container(:rest, url: "#{API}/api/archiv", auth: AUTH, write_method: :put,
write_url: ->(row) { "#{API}/api/archiv/#{row['id']}" })
on_finish { |stats| puts "archiviert: #{stats.written}, Stand jetzt: #{stand.current}" }
end.run
archiviert: 5, Stand jetzt: 5 # erster Lauf: PUT /api/archiv/1 … /5
archiviert: 0, Stand jetzt: 5 # zweiter Lauf: keine Anfrage
2.6 Produktiver Lauf
Ein Export, wie er nachts per Cron läuft. Buchungszeilen mit Vorzeichen (betrag, negativ = Haben) werden geprüft,
in Soll/Haben-Kennzeichen und Betrag umgebaut und vor dem Schreiben abgeglichen: Die Summe darf sich durch die
Schritte nicht ändern, und jede Buchung muss ausgeglichen sein (Saldo 0). Ziel sind eine Buchhaltungs-Datenbank aus
der Verbindungsdatei und eine CSV-Datei im Zeichensatz des Zielsystems.
# Verbindungen der Beispiele. Die Datei wird mit ERB gelesen: Zugangsdaten und Pfade kommen aus der Umgebung,
# bei Postgres z. B. password: <%= ENV['PDS_PASSWORD'] %>
buchhaltung:
type: sqlite
database: <%= ENV.fetch('BUCHHALTUNG_DB', 'tmp/buchhaltung.sqlite3') %>
table: buchungen
create: true
upsert: [belnr, buzei]
#
# Produktiver Lauf: Buchungen prüfen, Summe und Saldo abgleichen, wiederholbar in die Buchhaltungs-Datenbank
# und als CSV in Windows-1252 für das Zielsystem schreiben; mit Sperre, Laufhistorie und Slack bei Problemen
#
# bin/etl run examples/buchungen_export.rb [--out=tmp] [--dry-run]
#
require 'fileutils'
require 'datapipeline'
DATA = File.expand_path('data', __dir__)
out = DataPipeline.params.fetch(:out, 'tmp')
FileUtils.mkdir_p(out)
# Zugangsdaten stehen nicht im Skript, sondern in der Verbindungsdatei (Default: config/connections.yml)
DataPipeline.connections_file = File.expand_path('config/connections.yml', __dir__)
# Slack nur, wenn ein Token gesetzt ist; so fällt ein fehlender Token schon vor dem Lauf auf
slack = DataPipeline::Slack.new(channel: '#etl') if ENV['SLACK_TOKEN']
DataPipeline.new do
name 'buchungen_export'
lock "#{out}/.buchungen.lock" # läuft schon ein Export, bricht dieser ab (Exit-Code 3)
history "#{out}/runs.ndjson" # eine JSON-Zeile je Lauf, auch nach Abbruch
read container(:csv, file: "#{DATA}/buchungen.csv", csv: { col_sep: ';' })
# 1. prüfen: ohne on_error bricht ein Fehler den Lauf ab, es entsteht keine halbe Buchung
validate 'belnr' => { required: true, format: /\A\d{10}\z/ },
'konto' => { required: true, format: /\A\d+\z/ },
'betrag' => { required: true, type: :decimal }
# 2. umbauen mit Kurzschritten und einem map
default 'text' => 'ohne Text'
rename 'text' => 'buchungstext'
cast 'buzei' => :integer, 'datum' => :date, 'betrag' => :decimal
map do |row|
row.merge('shkzg' => row['betrag'].negative? ? 'H' : 'S', 'dmbtr' => format('%.2f', row['betrag'].abs))
end
select %w[belnr buzei datum konto shkzg dmbtr betrag buchungstext]
# 3. abgleichen, bevor etwas geschrieben wird
totals 'betrag'
reconcile do |stats|
quelle, ergebnis = stats.total('betrag', :read), stats.total('betrag')
next "Summe geändert: Quelle #{DataPipeline.decimal(quelle)}, Ergebnis #{DataPipeline.decimal(ergebnis)}" if quelle != ergebnis
"Soll und Haben ungleich, Saldo #{DataPipeline.decimal(ergebnis)}" unless ergebnis.zero?
end
# 4. schreiben: Upsert macht den Lauf wiederholbar; die CSV-Datei im Zeichensatz des Zielsystems
write connection(:buchhaltung)
write container(:csv, file: "#{out}/buchungen_sap.csv", encoding: 'Windows-1252', csv: { col_sep: ';' },
columns: %w[belnr buzei datum konto shkzg dmbtr buchungstext])
on_finish do |stats|
puts "#{stats.name}: #{stats}"
slack&.send_message("*#{stats.name}*: #{stats}") unless stats.ok?
end
end.run
| Teil | Wozu |
|---|---|
connections_file, connection(:buchhaltung) |
Zieldatenbank, Tabelle und Upsert-Schlüssel stehen in der Verbindungsdatei (6.2); in der Praxis genügt config/connections.yml ohne connections_file |
lock |
ein zweiter Export zur selben Zeit bricht sofort ab (6.3) |
history |
jeder Lauf hinterlässt eine JSON-Zeile, auch ein Abbruch (6.6) |
validate ohne on_error |
eine falsche Zeile bricht den Lauf ab, bevor etwas geschrieben ist |
default, rename, cast, select |
Kurzschritte statt kleiner map-Blöcke (3.4) |
totals, reconcile |
Summen werden exakt gerechnet; eine Abweichung bricht vor dem Schreiben ab (6.4) |
upsert: [belnr, buzei] |
ein wiederholter Lauf aktualisiert dieselben Zeilen, statt sie doppelt anzulegen (4.2) |
encoding: 'Windows-1252' |
Zeichensatz der Zieldatei (4.4) |
slack&.send_message |
Meldung nur bei Problemen und nur, wenn SLACK_TOKEN gesetzt ist (6.8) |
INFO start
INFO finish read=7 written=7 rejected=0 betrag=0/0 0.007s
buchungen_export: read=7 written=7 rejected=0 betrag=0/0 0.007s
betrag=0/0 ist die Summe in der Quelle und im Ergebnis. Ein zweiter Lauf ergibt wieder 7 Zeilen in der Tabelle
buchungen; tmp/runs.ndjson hat dann zwei Einträge. Ändert man in buchungen.csv einen Betrag, bricht der Lauf
mit ReconcileError: Soll und Haben ungleich, Saldo … ab und schreibt nichts.
Für Cron gehören Zeitraum, Sperre und Historie auf die Kommandozeile, damit sie für alle Pipelines eines Skripts gelten (6.1):
# crontab: täglich 06:00; Exit-Code 1 = Abbruch, 2 = verworfene Zeilen, 3 = lief noch
0 6 * * * cd /srv/etl && bundle exec etl run export.rb --from=$(date -v-1d +\%F) --lock=data/.export.lock --history=data/runs.ndjson >> log/export.log 2>&1
(date -v-1d ist die macOS-Form; unter Linux date -d yesterday +\%F.)
3. Pipelines schreiben
3.1 Ablauf eines Laufs
flowchart LR
SRC((Quelle)) --> STEPS[Schritte<br/>validate · filter · map<br/>rename · select · cast · default]
LK[(lookup)] -.-> STEPS
STEPS --> REC{reconcile}
REC --> EDGE[header · trailer]
EDGE --> DST1((Ziel 1))
EDGE -->|only:| DST2((Ziel 2))
STEPS -. on_error .-> REJ((Fehlerdatei))
EDGE --> ST[Stats · history · on_finish]
runnimmt die Sperre (lock), falls gesetzt, und liest die Quelle: im Batch ganz in den Speicher, im Streaming Zeile für Zeile.- Jede Quellzeile läuft der Reihe nach durch die Schritte. Ein Schritt gibt null, eine oder mehrere Zeilen weiter; der nächste Schritt bekommt die Ausgabe des vorigen.
- Scheitert ein Schritt für eine Zeile, entscheidet
on_error(3.6). - Nach den Daten laufen
reconcile(6.4) und dannheaderundtrailer; sie kennen die Zähler. - Die Zeilen gehen an alle Ziele: im Batch auf einmal (
write), im Streaming sofort je Zeile (write_row). - Am Ende schliesst
runQuelle und Ziele (auch nach einem Fehler), speichert das Wasserzeichen (nur nach Erfolg), gibt die Sperre frei, schreibt die Historie und rufton_finishauf.
3.2 DSL-Referenz
Alle Aufrufe stehen im Block von DataPipeline.new do … end. Ein unbekannter Aufruf löst NoMethodError aus,
Tippfehler fallen also sofort auf.
Quelle und Ziele
| Aufruf | Wirkung |
|---|---|
container(:typ, **opts) |
erzeugt ein Plugin (Kapitel 4); connection: :name nimmt die Optionen aus der Verbindungsdatei |
connection(:name, **opts) |
Plugin aus der Verbindungsdatei, Typ von dort (6.2) |
read(storage, opts = {}) |
Quelle; opts gehen an storage.set, z. B. read pg, query: '…', params: [...] |
write(storage, only: ->(row) { … }) |
Ziel; mehrfach möglich, mit only: nur die passenden Zeilen (auch Kopf- und Schlusssätze) |
lookup(storage, key:, unique: false, query:, params:) |
lädt eine Tabelle einmal als Hash: key => [Zeilen], mit unique: true key => Zeile; key als Spaltenname oder Lambda; ohne query: wird storage.read genutzt |
query(storage, query: sql, params: []) |
führt sofort eine Abfrage aus und liefert die Zeilen |
Schritte (3.3, 3.4)
| Aufruf | Wirkung |
|---|---|
map(opts = {}) { |row, ctx| … } |
Hash = eine Zeile, Array = mehrere, nil oder [] = keine |
filter(opts = {}) { |row, ctx| … } |
Zeile bleibt, wenn der Block wahr ist |
rename 'alt' => 'neu' |
Schlüssel umbenennen, Position bleibt |
select %w[a b c] |
nur diese Schlüssel in dieser Reihenfolge, fehlende als nil |
cast 'betrag' => :decimal |
umwandeln in :integer, :decimal, :date, :string; leer wird nil |
default 'land' => 'CH' |
Wert für nil oder leeren Text; ein Lambda bekommt die Zeile |
validate(regeln | layout, warn: false, ignore: []) { |row| … } |
Prüfschritt (3.5, Kapitel 5) |
header { |ctx| … }, trailer { |ctx| … } |
Zeile(n) vor bzw. nach den Daten |
Fehler und Ergebnis (3.6, 3.7, Kapitel 6)
| Aufruf | Wirkung |
|---|---|
on_error(:abort | :skip | :collect, to: storage) |
Umgang mit Fehlern in Schritten |
totals 'spalte', … |
Summen über Quelle und Ergebnis |
reconcile { |stats| … } |
Abgleich vor dem Schreiben; eine Meldung bricht ab |
on_finish { |stats| … } |
nach jedem Lauf, auch nach einem Abbruch |
name(str), version(str) |
Name und Version des Laufs für Log, Stats und Historie |
Betrieb (Kapitel 6)
| Aufruf | Wirkung |
|---|---|
lock(file) |
Sperre gegen parallele Läufe |
history(file) |
eine JSON-Zeile je Lauf |
watermark(name, column:, file:, initial:) |
höchster verarbeiteter Wert für inkrementelle Läufe |
dry_run(flag = true), dry_run? |
nichts schreiben; dry_run? für eigene Schritte mit Nebenwirkungen |
limit(n) |
nur die ersten n Quellzeilen |
params |
Parameter von der Kommandozeile (--name=wert, --param key=wert) |
logger(logger) |
eigener Ruby-Logger; Default: Warnungen auf $stderr, über etl Info |
Ausführung und Einstellungen
| Aufruf | Wirkung |
|---|---|
streamed(flag = true) |
Zeile für Zeile statt Batch (3.3) |
verbose(flag = true) |
Quelle, Ergebnis und Ziel im Batch als JSON auf $stdout |
configure(opts) |
mehrere Einstellungen als Hash, z. B. configure(streamed: true, version: '1.0') |
run |
führt die Pipeline aus und liefert DataPipeline::Stats |
DataPipeline.new(**settings) { … } |
Einstellungen nur für diese Pipeline, z. B. new(limit: 10) |
DataPipeline.settings(opts) |
Defaults für alle folgenden Pipelines (so setzt etl Dry-Run und Log-Level); reset_settings! setzt zurück |
DataPipeline.register(:typ, Klasse | 'Klasse', path:) |
eigenes Plugin bekannt machen (4.1) |
DataPipeline.params, DataPipeline.runs |
Parameter bzw. Stats aller Läufe des Prozesses (ausserhalb des Blocks) |
DataPipeline.history(file, name:), DataPipeline.decimal(r) |
Historie lesen (6.6), Summe als Dezimaltext (6.4) |
3.3 Schritte
Rückgabe – Ein map-Block gibt einen Hash (eine Zeile), ein Array (mehrere Zeilen, z. B. Kopf + Positionen)
oder nil/[] (keine Zeile) zurück; nil innerhalb eines Arrays wird übersprungen. filter behält die Zeile, wenn
der Block wahr ist.
Kontext – Der zweite Blockparameter ctx (DataPipeline::Context) enthält index (Position der Zeile in diesem
Schritt, ab 0), read (Anzahl Quellzeilen, im Streaming nil) und in header/trailer written (Anzahl
Datenzeilen nach allen Schritten).
map { |row, ctx| row.merge('lfdnr' => format('%06d', ctx.index + 1)) }
trailer { |ctx| { 'satyp' => 'ENDE', 'anzahl' => ctx.written } }
Bedingung – condition: ->(row) { … } an map oder filter wendet den Schritt nur auf passende Zeilen an; die
anderen fallen in diesem Schritt weg.
Kopf- und Schlusssätze – header steht vorne in der Ausgabe, wird im Batch aber erst nach den Daten berechnet und
kennt deshalb ctx.read und ctx.written. Beide können eine Zeile oder ein Array zurückgeben. Ein Fehler in
header oder trailer bricht immer ab.
Ohne Schritte wird die Quelle unverändert in die Ziele kopiert.
Batch und Streaming – Im Batch (Default) liest source.read alles in den Speicher, am Ende schreibt
target.write alles auf einmal. Mit streamed geht jede Zeile einzeln von source.read { |row| … } durch die
Schritte und sofort an target.write_row; am Ende ruft run target.finalize auf. Der Speicherbedarf bleibt
konstant (gemessen: 500 000 CSV-Zeilen mit 30 MB statt 614 MB im Batch). Die Datenzeilen sind dieselben, mit diesen
Unterschieden:
| Thema | Batch | Streaming |
|---|---|---|
header |
kennt read und written |
wird zuerst geschrieben, read und written sind nil |
ctx.read in map/filter |
Anzahl Quellzeilen | nil |
reconcile |
vor dem Schreiben | nach der letzten Zeile; die Zeilen sind schon geschrieben |
| Postgres, SQLite als Ziel | eine Transaktion für alles | eine Transaktion je batch_size Zeilen, mit batch_size: :all eine für alles (4.2, 4.3) |
| Postgres als Quelle | eine Abfrage | serverseitiger Cursor, je fetch_size Zeilen |
limit n beendet im Streaming das Lesen nach n Zeilen.
3.4 Kurzschritte
Häufige kleine map-Blöcke gibt es als eigene Schritte. Sie verhalten sich wie map und heissen in Log und
Fehlerdatei nach sich selbst (cast#3).
| Schritt | Wirkung | Beispiel |
|---|---|---|
rename |
Schlüssel umbenennen; die Position in der Zeile bleibt | rename 'kunnr' => 'kundennr', 'name1' => 'name' |
select |
nur diese Schlüssel, in dieser Reihenfolge; fehlende werden nil |
select %w[kundennr name land] |
cast |
Wert umwandeln, leere Werte (nil, '', nur Leerzeichen) werden nil |
cast 'betrag' => :decimal, 'datum' => :date |
default |
Wert für nil oder leeren Text; ein Lambda wird mit der Zeile aufgerufen |
default 'land' => 'CH', 'erfasst' => ->(row) { row['geaendert'] } |
cast-Typ |
Ergebnis | Gültig |
|---|---|---|
:integer |
Integer | ganze Zahl zur Basis 10 ('007' → 7) |
:decimal |
Float | alles, was Rubys Float() annimmt ('12.5', '1e3') |
:date |
Date | Date oder ISO-Text YYYY-MM-DD |
:string |
String | jeder Wert |
Kann ein Wert nicht umgewandelt werden, scheitert der Schritt für diese Zeile mit betrag: "x" is not decimal und
läuft über on_error. Ein unbekannter Typ fällt schon beim Aufbau der Pipeline auf.
3.5 Validierung
validate prüft Spalten nach Regeln, nach einem Layout (Kapitel 5) und/oder mit einem Block. Eine verletzte Regel
löst DataPipeline::ValidationError aus und läuft damit über on_error; alle Meldungen einer Zeile stehen, mit ;
getrennt, in einer Fehlermeldung. Leere Werte (nil, '', nur Leerzeichen) prüft nur required.
| Regel | Prüft | Meldung |
|---|---|---|
required: true |
Wert vorhanden und nicht leer | konto: missing |
max: 35, min: 1 |
Länge als Text | name1: longer than 35, … shorter than 1 |
format: /\A\d+\z/ |
regulärer Ausdruck auf den Text | konto: format /\A\d+\z/ |
in: %w[S H] |
erlaubte Werte | shkzg: not in ["S", "H"] |
type: :integer |
ganze Zahl zur Basis 10 | menge: not integer |
type: :decimal |
alles, was Rubys Float() annimmt |
dmbtr: not decimal |
type: :date |
Date oder ISO-Text YYYY-MM-DD |
datum: not date |
on_error :collect, to: container(:csv, file: 'data/fehler.csv', columns: %w[belnr konto dmbtr _step _error])
validate 'konto' => { required: true, format: /\A\d+\z/ },
'shkzg' => { in: %w[S H] },
'dmbtr' => { type: :decimal },
'name1' => { max: 35 }
validate { |row| 'Betrag 0' if row['dmbtr'].to_f.zero? } # nil = in Ordnung, Text oder Array = Fehler
validate LAYOUT, warn: true, ignore: %w[BKTXT] # Layout; nur Warnung; bekannte Lücke auslassen
Mit warn: true bleibt die Zeile drin, es gibt eine Warnung im Log und stats.warnings zählt mit (ins Log kommen
höchstens 100). ignore: %w[FELD] lässt Meldungen zu diesen Feldern weg. validate prüft, wandelt aber nicht um;
dafür gibt es cast (3.4). Die Feldtypen eines Layouts und ihr Unterschied zu diesen Regeln stehen in 5.6.
3.6 Fehler in Schritten
on_error legt fest, was passiert, wenn ein Schritt (map, filter, validate, Kurzschritte) für eine Zeile eine
Exception wirft. Fehler beim Lesen, beim Schreiben, in header, trailer und reconcile brechen immer ab.
| Modus | Wirkung |
|---|---|
:abort (Default) |
Lauf bricht ab, die Exception wird weitergereicht |
:skip |
Zeile fällt weg, Warnung im Log, Zähler rejected |
:collect, to: storage |
wie :skip, zusätzlich die Eingangszeile mit _step und _error per write_row ins Ziel storage |
Ein Schritt heisst in Meldungen <art>#<nummer> in der Reihenfolge im Skript, z. B. validate#1, cast#3. Im
Dry-Run wird die Fehlerdatei nicht geschrieben.
3.7 Ergebnis und Log
run liefert DataPipeline::Stats; dasselbe Objekt bekommen reconcile und on_finish.
| Feld | Inhalt |
|---|---|
name, version |
aus name/version; über etl ist name ohne Angabe der Skriptname ohne .rb |
read |
gelesene Quellzeilen |
written |
Datenzeilen nach allen Schritten (ohne Kopf- und Schlusssätze) |
output |
an die Ziele gegebene Zeilen inkl. Kopf- und Schlusssätzen |
rejected, errors |
verworfene Zeilen; die ersten 100 als Hash mit step, error und der Eingangszeile row |
warnings |
Zeilen mit Warnung aus validate …, warn: true |
totals, total(spalte, :read | :written) |
Summen aus totals als Rational (6.4) |
started_at, finished_at, duration |
Zeitpunkte und Laufzeit in Sekunden |
dry_run |
Lauf war ein Dry-Run |
error |
Exception eines abgebrochenen Laufs |
ok? |
kein Abbruch und nichts verworfen |
to_s |
read=9 written=4 rejected=4 0.097s; mit Warnungen warnings=n, mit totals spalte=quelle/ergebnis |
to_h |
alles als Hash, wie in der Laufhistorie |
Der Logger schreibt start und finish (Info), jede verworfene Zeile und Warnung (Warnung) und einen
Abbruch (Fehler). on_finish läuft nach jedem Lauf, auch nach einem
Abbruch; ein Fehler im Hook wird nur geloggt und ändert weder Ergebnis noch Exit-Code.
on_finish { |stats| warn "Buchungen: #{stats}" unless stats.ok? }
4. Plugins
container(:typ, **opts) erzeugt ein Plugin. Die mitgelieferten liegen im Namensraum DataPipeline und werden mit
ihren Gems erst bei der ersten Nutzung geladen. Alle liefern Zeilen mit String-Schlüsseln und unterstützen read,
read { |row| }, write(rows), write_row(row) und close.
container |
Klasse | Gem | Abschnitt |
|---|---|---|---|
:postgres |
DataPipeline::PostgresStorage |
pg |
4.2 |
:sqlite, :sqlite3 |
DataPipeline::SqliteStorage |
sqlite3 |
4.3 |
:csv |
DataPipeline::CsvStorage |
– | 4.4 |
:json |
DataPipeline::JsonStorage |
– | 4.5 |
:excel, :xlsx |
DataPipeline::ExcelStorage |
roo (lesen), caxlsx (schreiben) |
4.6 |
:fixed |
DataPipeline::FixedStorage |
– | 4.7 |
:rest |
DataPipeline::RestStorage |
http |
4.8 |
4.1 Eigene Plugins
Ein Plugin ist eine Klasse mit Basisklasse DataPipeline::StoragePlugin. Es braucht nur die Methoden, die es
anbietet; die Basisklasse meldet fehlende mit NotImplementedError.
| Methode | Pflicht | Verwendung |
|---|---|---|
initialize(**opts, &block) |
ja | Verbindung oder Datei vorbereiten; möglichst erst bei der ersten Nutzung öffnen (Dry-Run) |
read → Array<Hash<String, …>> |
als Quelle | Batch |
read { |row| } |
als Quelle | Streaming |
write(rows) |
als Ziel | Batch |
write_row(row) |
als Ziel | Streaming und Fehlerdatei |
query(query:, params: []) → Array<Hash> |
optional | query und lookup |
set(opts) |
Basisklasse | Optionen nachreichen, genutzt von read(storage, opts) |
finalize |
Basisklasse | Ende eines Streams, ruft close auf |
close |
Basisklasse | Verbindung oder Datei freigeben; mehrfacher Aufruf muss gehen |
DataPipeline.register :verzeichnis, VerzeichnisStorage # danach container(:verzeichnis, …)
DataPipeline.register :sftp, 'SftpStorage', path: 'lib/sftp_storage.rb' # erst bei der ersten Nutzung geladen
Ohne register findet container :name eine Klasse <Name>Storage im Namensraum DataPipeline oder auf oberster
Ebene. Ein vollständiges Beispiel steht in 2.4, Testhilfen in 8.2. Ein Plugin, das ein Gem braucht, lädt es mit
self.class.require_gem 'name'; fehlt das Gem, gibt es einen verständlichen Hinweis.
4.2 PostgreSQL
pg = container :postgres, host: 'localhost', database: 'crm', username: 'etl', password: ENV['CRM_PASSWORD']
read pg, query: 'select * from kunde where geaendert >= $1', params: [Date.today - 7]
write container(:postgres, connection: :crm, table: 'beleg', upsert: %w[belnr], batch_size: :all)
| Option | Bedeutung |
|---|---|
host, port (5432), database, username, password |
Verbindung; ein Verbindungsfehler meldet Error connection to database: … |
query, params |
Abfrage für read mit Platzhaltern $1, $2, … |
typed: true |
Werte als Ruby-Typen (Integer, Float, Date, …) statt als Text |
fetch_size |
Zeilen je Abruf beim Lesen im Streaming (Default 1000) |
table |
Zieltabelle, auch schema.tabelle; alte Form write(table, rows) geht weiter |
truncate: true |
Tabelle vor dem ersten Schreiben leeren (in derselben Transaktion) |
upsert: %w[belnr] |
insert … on conflict (belnr) do update set … für alle übrigen Spalten der Zeile |
batch_size |
Streaming: Zeilen je Transaktion (Default 1000) oder :all |
- Lesen: Ohne
typedkommen alle Werte als Text,NULLalsnil. Im Streaming liest ein serverseitiger Cursor in einer Transaktion; Abfragen und Lookups auf derselben Verbindung bleiben dabei möglich. - Schreiben: Werte gehen als Bind-Parameter, Tabellen- und Spaltennamen werden gequotet,
nilwirdNULL.writeschreibt alle Zeilen in einer Transaktion. - Upsert: Die Tabelle braucht einen Primärschlüssel oder Unique-Index auf genau den Upsert-Spalten. Hat die Zeile
keine weiteren Spalten, wird
do nothinggeschrieben. Damit ist ein Lauf nach einem Abbruch wiederholbar. - Streaming:
write_rowsammelt Zeilen und schreibt jebatch_sizein einer Transaktion;finalizeundcloseschreiben den Rest. Mitbatch_size: :allläuft der ganze Stream in einer Transaktion:finalizeam Ende eines erfolgreichen Laufs bestätigt sie, nach einem Abbruch rolltclosesie zurück (auch eintruncate). Dafür braucht das Ziel eine eigene Verbindung, nicht dieselbe wie die Quelle.
4.3 SQLite
write container(:sqlite, database: 'tmp/kunden.sqlite3', table: 'kunden', create: true, truncate: true)
| Option | Bedeutung |
|---|---|
database |
Datei oder ':memory:'; wird erst bei der ersten Nutzung geöffnet, ein Dry-Run legt keine an |
query, params |
Abfrage für read; params als Array für ?/$1, als Hash für :name |
table |
Zieltabelle |
create: true |
Tabelle beim ersten Schreiben aus der ersten Zeile anlegen (Integer → integer, Float → real, sonst text) |
truncate: true |
Tabelle vor dem ersten Schreiben leeren |
upsert: %w[belnr] |
wie bei Postgres; mit create: true wird der nötige Unique-Index mit angelegt |
batch_size |
Streaming: Zeilen je Transaktion (Default 1000) oder :all |
Werte kommen mit SQLite-Typen zurück (Integer, Float, String, nil); Date und Time werden als ISO-Text
geschrieben. write schreibt in einer Transaktion. Im Streaming gilt dasselbe wie bei Postgres (4.2): write_row
schreibt je batch_size Zeilen in einer Transaktion, finalize und close den Rest; mit batch_size: :all ist der
ganze Stream eine Transaktion, die nach einem Abbruch zurückgerollt wird. Eine Abfrage (query, lookup) auf
demselben Storage schreibt noch gesammelte Zeilen vorher, sie sieht also alles, was schon übergeben wurde.
4.4 CSV
read container(:csv, file: 'kunden.csv', csv: { col_sep: ';' })
write container(:csv, file: 'export.csv', columns: %w[id name land], encoding: 'Windows-1252')
| Option | Bedeutung |
|---|---|
file |
Pfad, Pflicht |
csv: |
Optionen für Rubys CSV, gemergt mit den Defaults headers: true, col_sep: ',' |
columns |
Spaltenreihenfolge beim Schreiben (fehlende Felder bleiben leer, Kopfzeile aus columns); Schlüssel beim Lesen ohne Kopfzeile |
layout |
Satzarten-Layout: schreiben in Feldreihenfolge ohne Kopfzeile, lesen mit headers: false (5.4) |
encoding |
Zeichensatz der Datei, Default UTF-8 |
replace |
Ersatz für Zeichen, die der Zeichensatz nicht kennt, z. B. '?' |
bom: true |
UTF-8-BOM schreiben (für Excel) |
counter, verbose |
einen Punkt je geschriebene Zeile bzw. die Optionen ausgeben |
- Ohne
columnsgilt beim Schreiben die Reihenfolge des Hashes; Kopfzeile aus den Schlüsseln der ersten Zeile. - Lesen ohne Kopfzeile (
headers: false): Schlüssel auscolumns, sonst"0","1", … - Leere Daten: ohne
columnseine leere Datei, mitcolumnsnur die Kopfzeile. Im Dry-Run entsteht keine Datei. - Zeichensatz: Gelesen wird immer als UTF-8, geschrieben wird von UTF-8 umkodiert. Ein Zeichen, das der
Zeichensatz nicht kennt (z. B.
€in ISO-8859-1; Windows-1252 kennt es), bricht mitEncoding::UndefinedConversionErrorab, mitreplace: '?'wird es ersetzt. Ein UTF-8-BOM am Dateianfang wird beim Lesen übersprungen. Einencodingincsv:wird wie früher unverändert an Ruby weitergegeben.
4.5 JSON und NDJSON
read container(:json, file: 'antwort.json', root: 'data.items')
write container(:json, file: 'bewegungen.ndjson')
| Option | Bedeutung |
|---|---|
file |
Pfad |
format |
:array oder :lines; Default aus der Endung (.ndjson, .jsonl → Zeilen) |
root |
Pfad zum Array beim Lesen, z. B. 'data.items' |
pretty |
eingerücktes JSON |
Ein einzelnes Objekt wird als eine Zeile gelesen. NDJSON wird zeilenweise gelesen und geschrieben; ein JSON-Array wird
im Streaming als […] geschrieben und in close abgeschlossen, die Datei ist also immer gültiges JSON.
4.6 Excel
read container(:excel, file: 'kunden.xlsx', sheet: 'Kunden', skip: 2)
write container(:excel, file: 'eu_kunden.xlsx', sheet: 'EU-Kunden', columns: %w[kundennr name land])
Optionen: file, sheet (Name oder Index), headers, columns, skip (Titelzeilen vor der Kopfzeile). Gelesen
wird zeilenweise, leere Zeilen werden übersprungen. Beim Schreiben bleibt Text immer Text: '0000000001' behält die
Nullen, '=1+1' wird keine Formel; Zahlen und Datumswerte behalten ihren Typ. Die Datei entsteht in close.
4.7 Festbreiten-Dateien
write container(:fixed, file: 'out/cudo.txt', layout: LAYOUT, encoding: 'Windows-1252')
read container(:fixed, file: 'in/rueckmeldung.txt', layout: LAYOUT)
Dateien ohne Trennzeichen, in denen jedes Feld eine feste Anzahl Zeichen hat. Die Breiten kommen aus einem
Satzarten-Layout; Optionen file, layout (beide Pflicht), encoding, replace (wie CSV) und line_end
("\n" oder "\r\n"). Breiten, Ausrichtung und Lesen sind in 5.5 beschrieben.
4.8 REST-APIs
api = container :rest, url: 'https://api.example.com/v1/kunden', auth: "Bearer #{ENV['API_TOKEN']}",
root: 'data', page_param: 'page', retries: 3
| Option | Bedeutung |
|---|---|
url, auth, headers, params |
Adresse, Authorization-Header, weitere Header, Query-Parameter |
root |
Pfad zum Array in der Antwort, z. B. 'data' |
page_param |
Paging über eine Seitennummer, bis eine Seite leer ist |
next: ->(body) { … } |
Paging über eine Folge-URL aus der Antwort (nil = Ende) |
max_pages |
Schutz vor endlosen Schleifen (Default 1000) |
retries, retry_wait, timeout |
Wiederholung bei 429, 5xx und Netzwerkfehlern (Wartezeit retry_wait × Versuch) |
batch_size |
Schreiben in Paketen als JSON-Array |
write_method, write_url |
HTTP-Methode beim Schreiben; write_url: ->(row) { … } eine URL je Zeile (nicht mit batch_size) |
ssl_verify: false |
jedes Server-Zertifikat akzeptieren (eigene CA, Zugriff über IP-Adresse) |
4xxbricht sofort mitDataPipeline::RestStorage::Errorab (statusenthält den HTTP-Code,nilbei Netzwerkfehlern). Ein Fehler beim Schreiben bricht den Lauf ab.query(query: 'pfad', params:)hängt den Pfad anurlan und erlaubtlookupgegen die API (2.5).- Für APIs im RPC-Stil (Suchen und Anlegen per POST mit Body, z. B. die pds API) gibt es einzelne Aufrufe:
call(:post, 'person/listkunden', json: { … })liefert das geparste JSON. Mitretries: 0wird ein anlegender Aufruf bei5xxnicht wiederholt.
4.9 Weitere Beispiele
# REST nach Excel
api = container :rest, url: 'https://api.example.com/v1/kunden', auth: "Bearer #{ENV['API_TOKEN']}",
root: 'data', page_param: 'page'
xlsx = container :excel, file: 'data/kunden.xlsx', sheet: 'Kunden', columns: %w[id name land]
read api
select %w[id name land]
write xlsx
4.10 Abhängigkeiten
Das Gem selbst braucht nur csv und logger (Ruby >= 3.4). Die Gems der Plugins sind optional und gehören ins
Gemfile der Anwendung, die das Plugin nutzt:
| Plugin | Gem |
|---|---|
:postgres |
pg |
:sqlite |
sqlite3 |
:excel |
roo (lesen), caxlsx (schreiben) |
:rest, DataPipeline::Slack |
http |
:csv, :json, :fixed |
– |
Eine CSV- oder JSON-Pipeline lädt keines dieser Gems. Fehlt ein Gem, meldet das Plugin bei der ersten Nutzung, welches ins Gemfile gehört.
5. Satzarten-Layouts
5.1 Wozu
Dateien für Schnittstellen wie SAP CUDO enthalten mehrere Satzarten (Datei-, Kopf-, Positions-, Schlusssatz) mit je
einer festen Feldliste. DataPipeline::Layout beschreibt diese Listen einmal; damit lassen sich Zeilen prüfen, in der
richtigen Feldreihenfolge schreiben (CSV oder feste Breite) und wieder lesen. Eine falsch benannte Spalte verschiebt
so nicht mehr still alle folgenden Felder, sondern bricht ab. Ein vollständiges Beispiel sind die CUDO-Satzarten im
Projekt etl (cudo/layout.rb), erzeugt aus der Schnittstellenbeschreibung.
LAYOUT = DataPipeline::Layout.new do
record 'DOHD', [['SATYP', 'AN', 4, true], ['LFDNR', 'N', 10, true], ['BKTXT', 'AN', 25, true], ...]
record 'LARC', [['SATYP', 'AN', 4, true], ['SUMME', 'N', 10, true]]
end
validate LAYOUT, warn: true # Pflicht, Länge, Format je Feld
write container(:csv, file: 'x.ok', layout: LAYOUT, csv: { headers: false, col_sep: '|' })
Die Satzart einer Zeile ist ihr erster Wert (oder der Wert von type_field:). Schlüssel werden ohne Rücksicht auf
Gross-/Kleinschreibung zugeordnet, als String oder Symbol.
5.2 Felder und Datentypen
Jedes Feld ist ein Array [Name, Typ, Länge, Pflicht]:
| Teil | Bedeutung |
|---|---|
| Name | Spaltenname in der Zeile |
| Typ | AN, N, DAT oder TIM, Gross-/Kleinschreibung egal; fehlt er (nil), gilt AN; ein unbekannter Typ wird wie AN behandelt |
| Länge | Zahl oder bei Nachkommastellen ein String ('11.2'); fehlt sie, wird die Länge nicht geprüft |
| Pflicht | true = darf nicht leer sein; fehlt sie, ist das Feld optional |
Geprüft wird der Wert als Text (to_s). Ein leerer Wert (nil, '', nur Leerzeichen) wird nur auf Pflicht geprüft.
| Typ | Inhalt | Gültig | Länge | Meldung |
|---|---|---|---|---|
AN |
Text | jeder Wert | höchstens Länge Zeichen |
NAME: longer than 10 |
N |
Zahl | Ziffern, optional Vorzeichen und Punkt als Dezimaltrenner | 10 = höchstens 10 Stellen ohne Nachkommastellen; '11.2' = höchstens 9 Vor- und 2 Nachkommastellen; Vorzeichen zählt nicht, führende Nullen schon |
NAME: not a number, … more than 9 digits, … more than 2 decimals |
DAT |
Datum | genau 8 Ziffern YYYYMMDD, gültiges Kalenderdatum |
– | NAME: not a date YYYYMMDD |
TIM |
Uhrzeit | genau 6 Ziffern HHMMSS, 00:00:00 bis 23:59:59 |
– | NAME: not a time HHMMSS |
5.3 Formatieren
Ohne Option prüft das Layout nur und schreibt die Werte unverändert; ein Date würde als 2026-10-09 geprüft und
abgelehnt. Mit Layout.new(format: true) bringt das Layout die Werte vor dem Prüfen und Schreiben in das Textformat
ihres Typs. Geprüft wird dann genau der Text, der in die Datei kommt.
| Typ | Eingabe | Ergebnis |
|---|---|---|
N |
Integer, Float, Rational, BigDecimal | Nachkommastellen aus der Länge ('11.2' → 2), kaufmännisch gerundet: 12.345 → 12.35, -0.005 → -0.01, 7 → 7.00; ein Float zählt mit seinem kürzesten Text, 12.345 also nicht als 12.3449999… |
N |
Zahl als Text | auf die Nachkommastellen aufgefüllt ('3.5' → 3.50); zu viele Nachkommastellen bleiben stehen und werden gemeldet, Text wird nie gerundet |
DAT |
Date, Time, '2026-10-09' |
20261009 |
TIM |
Time, '07:05:03' |
070503 |
| alle | nil |
bleibt leer |
Anderes bleibt unverändert und wird wie gewohnt geprüft. Führende Nullen ergänzt nur die Festbreiten-Datei (5.5); in
CSV braucht es dafür ein map (format('%06d', …)).
LAYOUT = DataPipeline::Layout.new(format: true) do
record 'KOPF', [['SATYP', 'AN', 4, true], ['DATUM', 'DAT', 8, true], ['SUMME', 'N', '11.2', true]]
end
LAYOUT.values({ 'satyp' => 'KOPF', 'datum' => Date.new(2026, 10, 9), 'summe' => 1234.5 })
# => ["KOPF", "20261009", "1234.50"]
5.4 Schreiben und Lesen als CSV
Mit layout: schreibt das CSV-Plugin jede Zeile in der Feldreihenfolge ihrer Satzart, ohne Kopfzeile. Fehlende Felder
bleiben leer; ein Feld, das nicht im Layout steht, bricht mit DataPipeline::LayoutError ab (ausser mit
strict: false, dann wird es weggelassen).
Mit headers: false liest dasselbe Plugin eine solche Datei wieder: Jede Zeile bekommt die Feldnamen ihrer Satzart
(klein geschrieben) als Schlüssel. Eine unbekannte Satzart oder mehr Werte als Felder brechen mit LayoutError ab.
read container(:csv, file: 'in/cudo.ok', layout: LAYOUT, csv: { headers: false, col_sep: '|' })
# { 'satyp' => 'LARC', 'summe' => '12' }
5.5 Festbreiten-Dateien
container(:fixed, file:, layout:) schreibt und liest Dateien, in denen jedes Feld eine feste Anzahl Zeichen hat.
Jedes AN- und N-Feld braucht dafür eine Länge, sonst bricht schon container mit LayoutError ab und nennt die
Felder.
| Typ | Breite | Ausrichtung |
|---|---|---|
AN |
Länge | links, rechts mit Leerzeichen aufgefüllt |
N |
Vor- + Nachkommastellen + Punkt: '11.2' → 12, 5 → 5 |
rechts, links mit Nullen aufgefüllt, Vorzeichen vorne: -0000012.50 |
DAT, TIM |
8 bzw. 6 | genau so viele Ziffern |
| leeres Feld | Breite des Felds | nur Leerzeichen |
Beim Schreiben werden die Werte immer formatiert (wie format: true). Ein Wert, der länger als sein Feld ist, wird
nicht abgeschnitten, sondern bricht mit LayoutError ab; mit validate LAYOUT vorher fällt er schon als Zeilenfehler
auf und kann über on_error gesammelt werden. Beim Lesen erkennt das Plugin die Satzart an ihrem Feld; die Schlüssel
sind die Feldnamen klein geschrieben, die Werte ohne Auffüllung (Zahlen behalten ihre führenden Nullen, cast macht
daraus Zahlen), leere Felder sind nil und leere Zeilen werden übersprungen. Breiten zählen Zeichen, nicht Bytes.
write container(:fixed, file: 'out/cudo.txt', layout: LAYOUT, encoding: 'Windows-1252')
# KOPF20261009000001234.50
read container(:fixed, file: 'out/cudo.txt', layout: LAYOUT)
# { 'satyp' => 'KOPF', 'datum' => '20261009', 'summe' => '000001234.50' }
5.6 Layout-Typen und validate-Regeln
Layout-Typen beschreiben das Textformat einer Datei mit festen Feldern; die Regel type: von validate (3.5) prüft
dagegen, ob sich ein Wert in einen Ruby-Typ umwandeln lässt. Beides lässt sich kombinieren: Rohdaten mit Regeln prüfen
und die fertigen Sätze gegen das Layout.
| Layout-Typ | ähnliche Regel | Unterschied |
|---|---|---|
AN + Länge |
max: 10 |
gleich |
N |
type: :integer bzw. type: :decimal |
:decimal nimmt jedes Ruby-Float an (auch 1e3, .5); N nur Ziffern mit optionalem Punkt, dafür mit Stellenzahl |
DAT |
type: :date |
:date erwartet ISO 8601 (2026-10-09) oder ein Date, DAT dagegen 20261009 |
TIM |
format: /\A\d{6}\z/ |
TIM prüft zusätzlich Stunden, Minuten und Sekunden |
5.7 Optionen
| Option | Wirkung |
|---|---|
type_field: 'satyp' |
Satzart aus dieser Spalte statt aus dem ersten Wert der Zeile |
strict: false |
Felder, die nicht im Layout stehen, beim Schreiben weglassen statt abbrechen; beim Lesen mehr Werte als Felder erlauben |
format: true |
Werte formatieren (5.3) |
Eine Satzart, die nicht im Layout steht, ist immer ein Fehler (record type "X" not in layout (DOHD, LARC)).
6. Betrieb
6.1 Kommandozeile und Exit-Codes
etl (im Repository bin/etl) startet ein Pipeline-Skript; run ist optional:
bin/etl run export.rb --from=2025-11-01 --till=2025-11-30
bin/etl run examples/kunden_import.rb --dry-run --limit=20
bin/etl run pipeline.rb --param land=DE --out=data # im Skript: params[:land], params[:out]
bin/etl run cudo.rb --lock=data/.cudo.lock --history=data/runs.ndjson
| Option | Wirkung |
|---|---|
--from, --till |
in params[:from]/params[:till] und unverändert an das Skript weitergereicht (für Skripte mit eigenem OptionParser) |
--param KEY=VALUE |
params[:key], mehrfach möglich |
--dry-run, --limit=N |
für alle Pipelines des Skripts |
--lock=FILE |
Sperre für das ganze Skript (6.3) |
--history=FILE |
Laufhistorie für alle Pipelines des Skripts (6.6) |
--verbose, --quiet |
Log-Level Debug bzw. Warnung (Default: Info) |
jede andere --name=wert |
params[:name] und unverändert an das Skript, z. B. --out=data, --incremental=1 |
| Exit-Code | Bedeutung |
|---|---|
0 |
alle Pipelines ohne Abbruch und ohne verworfene Zeilen |
1 |
eine Pipeline ist abgebrochen (auch ReconcileError) oder das Skript hat einen Fehler |
2 |
fertig, aber mit verworfenen Zeilen (on_error :skip/:collect) |
3 |
ein anderer Lauf hält die Sperre; es wurde nichts gemacht |
Ohne etl (mit ruby skript.rb --out=x) liest params die Argumente direkt aus ARGV. Das Rakefile der
Anwendung ruft bin/etl auf, z. B. rake process:posting[2025-11-01,2025-11-30]; ein fehlgeschlagener Lauf stoppt
Rake.
6.2 Verbindungen
Zugangsdaten stehen nicht in den Skripten, sondern einmal in config/connections.yml (relativ zum Arbeitsverzeichnis;
eine andere Datei über DataPipeline.connections_file = … oder ENV['DATAPIPELINE_CONNECTIONS']). Die Datei wird
mit ERB gelesen: Passwörter kommen aus der Umgebung, die Datei selbst kann ins Repository. type ist der
Plugin-Typ, alle anderen Schlüssel sind dessen Optionen.
# config/connections.yml
pds:
type: postgres
host: <%= ENV.fetch('PDS_HOST', 'localhost') %>
database: pds
username: etl
password: <%= ENV['PDS_PASSWORD'] %>
read connection(:pds, query: 'select * from rechnung where datum >= $1', params: [params[:from]])
write container(:postgres, connection: :pds, table: 'export_log')
Optionen beim Aufruf haben Vorrang vor der Datei. Eine unbekannte Verbindung, eine fehlende Datei oder ein Typ, der
nicht zu container(:typ, …) passt, bricht mit ArgumentError ab. Die Datei wird je Prozess einmal gelesen. Das
Gem lädt keine .env; Umgebungsvariablen setzt die Anwendung oder der Cronjob.
6.3 Sperre gegen parallele Läufe
Startet ein Cronjob, während der vorige Lauf noch arbeitet, lesen beide dasselbe Wasserzeichen und exportieren doppelt.
lock verhindert das mit einer exklusiven Sperre (flock) auf eine Datei. Ein zweiter Lauf wartet nicht, sondern
bricht sofort mit DataPipeline::LockError ab (Exit-Code 3), schreibt nichts und ruft wie jeder Abbruch
on_finish auf.
lock 'data/.cudo.lock' # in der Pipeline: von run bis zum Ende des Laufs
bin/etl run cudo.rb --lock=data/.cudo.lock # für das ganze Skript, z. B. mehrere Pipelines nacheinander
Das Betriebssystem gibt die Sperre beim Ende des Prozesses frei, auch nach einem Absturz; es bleiben keine verwaisten Sperren. Die Datei bleibt liegen und enthält die PID des letzten Laufs; die Meldung des zweiten Laufs nennt sie. Die Sperre gilt auf einem Rechner (bei Netzlaufwerken nicht verlassen). Auch ein Dry-Run nimmt die Sperre und legt die Datei an.
6.4 Summen und Abgleich
Bei einer Buchhaltungsschnittstelle reicht es nicht, dass der Lauf durchläuft: Die Summen müssen stimmen. totals
summiert Spalten über die Quellzeilen (:read) und über die Zeilen nach allen Schritten (:written, ohne Kopf- und
Schlusssätze), exakt als Rational. Leere und nicht numerische Werte zählen nicht mit; verworfene Zeilen zählen in
:read, aber nicht in :written.
reconcile läuft nach allen Schritten und vor dem Schreiben. Gibt der Block eine Meldung (oder ein Array von
Meldungen) zurück, bricht der Lauf mit DataPipeline::ReconcileError ab und schreibt nichts (Exit-Code 1,
on_finish läuft). nil heisst in Ordnung. Mehrere reconcile-Blöcke sind möglich, ihre Meldungen werden
zusammengefasst.
totals 'dmbtr'
reconcile do |stats|
quelle, ziel = stats.total('dmbtr', :read), stats.total('dmbtr')
"Summe dmbtr: Quelle #{DataPipeline.decimal(quelle)}, Ergebnis #{DataPipeline.decimal(ziel)}" if quelle != ziel
end
reconcile { |stats| 'keine Buchungen' if stats.written.zero? }
DataPipeline.decimal(wert) gibt eine Summe als exakten Dezimaltext aus (1500.25 statt 6001/4). Im Streaming
läuft reconcile nach der letzten Zeile, die Zeilen sind dann schon geschrieben; mit Postgres und
batch_size: :all werden sie beim Abbruch zurückgerollt (4.2). Das Beispiel 2.6 zeigt einen Saldo-Abgleich.
6.5 Inkrementelle Läufe
watermark merkt sich je Name den höchsten Wert einer Spalte in einer JSON-Datei. Die Pipeline verfolgt jede
Quellzeile und speichert den neuen Wert nur nach einem erfolgreichen Lauf (nicht nach einem Abbruch, nicht im
Dry-Run). Zahlen als Text werden numerisch verglichen.
wm = watermark :rechnungen, column: 'rechnung_id', file: 'data/.state.json', initial: 0
read pg, query: 'select * from rechnung where rechnung_id > $1 order by rechnung_id', params: [wm.value]
wm.value ist der Stand vor dem Lauf, wm.current der höchste bisher gesehene Wert. Mit limit sollte die Quelle
nach der Spalte sortiert sein. Verworfene Zeilen schieben das Wasserzeichen mit; bei :collect liegen sie in der
Fehlerdatei. Gegen doppelte Läufe hilft die Sperre (6.3).
6.6 Laufhistorie
history 'data/runs.ndjson' (oder etl … --history=data/runs.ndjson für alle Pipelines eines Skripts) hängt nach
jedem Lauf eine JSON-Zeile an, auch nach einem Abbruch und im Dry-Run. Damit lässt sich später beantworten, wann der
letzte erfolgreiche Lauf war und wie viele Zeilen er hatte. Parallele Läufe schreiben sich nicht in die Quere; ein
Fehler beim Schreiben der Historie wird nur geloggt.
{"name":"cudo","version":"1.0","started_at":"2026-10-09T06:00:00.123+02:00","finished_at":"2026-10-09T06:00:04.336+02:00","duration":4.213,"read":1250,"written":1243,"output":1245,"rejected":7,"warnings":0,"dry_run":false,"ok":false,"error":null,"totals":{"dmbtr":{"read":"98231.4","written":"97810.1"}}}
letzter = DataPipeline.history('data/runs.ndjson', name: 'cudo').reverse.find { |run| run['ok'] && !run['dry_run'] }
6.7 Dry-Run und Limit
Im Dry-Run läuft alles, aber nichts wird geschrieben: kein Ziel, keine Fehlerdatei, kein Wasserzeichen; Dateien und
SQLite-Datenbanken werden nicht angelegt. Am Ende stehen die Zusammenfassung und die ersten Zeilen (preview, Default
10) als JSON auf $stdout. Geschrieben werden nur die Laufhistorie (mit "dry_run": true) und die Sperrdatei.
Eigene Schritte mit Nebenwirkungen (API-Aufrufe in einem map) fragen dry_run? ab.
limit n verarbeitet nur die ersten n Quellzeilen; im Streaming wird das Lesen dann beendet.
6.8 Benachrichtigung über Slack
DataPipeline::Slack schickt Text über die Slack-API chat.postMessage. Einrichten:
- In Slack eine App anlegen (api.slack.com/apps), unter OAuth & Permissions den Bot-Scope
chat:writevergeben, die App im Workspace installieren und den Bot User OAuth Token (xoxb-…) kopieren. - Die App in den Ziel-Channel einladen (
/invite @appname), sonst antwortet Slack mitnot_in_channel. - Das Gem
httpins Gemfile der Anwendung aufnehmen (4.10). - Den Token als Umgebungsvariable
SLACK_TOKENsetzen oder mittoken:übergeben; nicht ins Skript schreiben.
slack = DataPipeline::Slack.new # Token aus ENV['SLACK_TOKEN'], Channel '#general'
slack = DataPipeline::Slack.new(channel: '#etl') # anderer Channel (Name oder ID wie 'C0123ABCD')
slack = DataPipeline::Slack.new(channel: '#etl', token: ENV.fetch('SLACK_ETL_TOKEN')) # eigener Token je Anwendung
slack.send_message('Test aus der Pipeline', verbose: true) # verbose: Antwort von Slack als JSON auf $stdout
| Option | Default | Bedeutung |
|---|---|---|
token: |
ENV['SLACK_TOKEN'] |
Bot-Token; fehlt er, bricht schon Slack.new mit ArgumentError ab |
channel: |
'#general' |
Ziel-Channel als Name oder ID |
send_message(text, verbose: false) liefert die Antwort von Slack als Hash. Meldet Slack einen Fehler (z. B.
invalid_auth, channel_not_found, not_in_channel), wirft die Methode eine Exception mit diesem Code. In
on_finish wird sie nur geloggt (on_finish: RuntimeError: Slack#send_message failed: …), der Lauf und sein
Exit-Code bleiben unverändert. Es gibt keine Wiederholung bei Netzwerkfehlern.
Eine ausführliche Meldung mit Status, Zählern, Laufzeit und den ersten verworfenen Zeilen. Der Notifier wird vor der
Pipeline angelegt, damit ein fehlender Token schon beim Start auffällt. Slack setzt *fett*, _kursiv_ und
`code` um.
slack = DataPipeline::Slack.new(channel: '#etl')
DataPipeline.new do
# … read, Schritte, write …
on_finish do |stats|
next if stats.ok? && stats.warnings.zero? # nur melden, wenn etwas zu tun ist
status = if stats.error then ':red_circle: abgebrochen'
elsif stats.rejected.positive? then ':large_orange_circle: mit verworfenen Zeilen'
else ':large_yellow_circle: mit Warnungen'
end
lines = ["*Buchungsexport #{stats.version}* #{status}#{' (Dry-Run)' if stats.dry_run}",
"Zeitraum #{params[:from]} – #{params[:till]}, Start #{stats.started_at.strftime('%d.%m.%Y %H:%M')}, " \
"Dauer #{stats.duration}s",
"gelesen #{stats.read} · geschrieben #{stats.written} · verworfen #{stats.rejected} · Warnungen #{stats.warnings}"]
lines << "Fehler: `#{stats.error.class}: #{stats.error.message}`" if stats.error
stats.errors.first(5).each do |e|
lines << "• #{e[:step]}: #{e[:error]} – Beleg #{e[:row]['belnr']}"
end
lines << "… und #{stats.rejected - 5} weitere, siehe data/fehler.csv" if stats.rejected > 5
slack.send_message(lines.join("\n"))
end
end.run
So sieht die Meldung in Slack aus:
Buchungsexport 1.0 🟠 mit verworfenen Zeilen
Zeitraum 2025-11-01 – 2025-11-30, Start 01.12.2025 06:00, Dauer 4.213s
gelesen 1250 · geschrieben 1243 · verworfen 7 · Warnungen 0
• validate#1: konto: missing – Beleg 5100000123
• validate#1: dmbtr: not decimal – Beleg 5100000124
• validate#2: Betrag 0 – Beleg 5100000130
• validate#1: shkzg: not in ["S", "H"] – Beleg 5100000131
• validate#1: konto: format /\A\d+\z/ – Beleg 5100000140
… und 2 weitere, siehe data/fehler.csv
params gibt es im Pipeline-Block; ausserhalb heisst es DataPipeline.params.
6.9 Fehlersuche
| Meldung | Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
Unsupported storage type or class missing: XyzStorage |
Tippfehler in container(:xyz) oder eigenes Plugin nicht registriert |
Typ prüfen, DataPipeline.register (4.1) |
… needs the gem 'pg': add gem 'pg' to the Gemfile |
Plugin-Gem fehlt | Gem ins Gemfile der Anwendung, bundle install (4.10) |
rejected by validate#2: … |
Zeile hat eine Regel verletzt | Fehlerdatei (on_error :collect) ansehen; Schritt-Nummer = Reihenfolge im Skript |
DataPipeline::LockError: … is locked by pid 4711 |
ein anderer Lauf läuft noch (Exit-Code 3) |
warten; hängt der Prozess, ihn beenden – die Sperre löst sich dann von selbst |
DataPipeline::ReconcileError: … |
ein reconcile-Block hat eine Abweichung gemeldet |
Quelle und Schritte prüfen; es wurde nichts geschrieben (ausser im Streaming) |
DataPipeline::LayoutError: X: fields not in layout: foo |
Zeile hat ein Feld, das die Satzart nicht kennt | Spalte umbenennen (rename) oder weglassen (select), Layout ergänzen oder strict: false |
DataPipeline::LayoutError: record type "X" not in layout |
erster Wert (bzw. type_field) ist keine bekannte Satzart |
Reihenfolge der Spalten prüfen; type_field: setzen |
LayoutError: TEXT: "…" longer than 30 |
Wert passt nicht in das Feld einer Festbreiten-Datei | vorher validate LAYOUT mit on_error, oder den Wert kürzen |
Encoding::UndefinedConversionError: U+20AC from UTF-8 to ISO-8859-1 |
Zeichen gibt es im Zielzeichensatz nicht | Windows-1252 statt ISO-8859-1, oder replace: '?' |
connection :x not in config/connections.yml (a, b) |
Name falsch oder Datei nicht gefunden | Namen prüfen; Pfad relativ zum Arbeitsverzeichnis, sonst connections_file setzen |
NoMethodError: undefined method 'transform' (oder chained) |
Skript für 2.x | auf map, header, trailer umstellen (7.1) |
map: condition must be a lambda ->(row) { ... } |
condition: als String aus 2.x |
condition: ->(row) { … } (7.1) |
Mehr sehen: --verbose (Log-Level Debug), verbose in der Pipeline (Daten als JSON), --dry-run --limit=20 für einen
schnellen Blick auf das Ergebnis.
7. Umstieg
7.0 Von 3.0 auf 3.1
3.1 ist abwärtskompatibel. Anders als in 3.0: SQLite schreibt im Streaming (write_row) nicht mehr jede Zeile
einzeln, sondern je 1000 Zeilen in einer Transaktion (4.3). Wer während eines Laufs mit einer zweiten Verbindung
auf die Zieldatei schaut, sieht die Zeilen also paketweise. Das Gem steht jetzt unter der BSD-3-Clause-Lizenz.
7.1 Von 2.x auf 3.0
3.0 entfernt das alte Ausführungsmodell: transform, den Parallelmodus, chained und condition: als String
(eval). Alle Schritte laufen jetzt verkettet, jeder bekommt die Ausgabe des vorigen. Alles andere ist unverändert;
ein Skript, das unter 2.1 ohne WARN deprecated lief, läuft auch unter 3.0.
| 2.x | 3.0 |
|---|---|
transform { |row, index| … } |
map { |row, ctx| … }, Index als ctx.index |
transform(processing: :prepend) { |_, _| kopf } |
header { |ctx| kopf } |
transform(processing: :append) { |_, n| schluss } |
trailer { |ctx| schluss }, Anzahl als ctx.written |
transform(condition: "row['a'] == 1") { … } |
map(condition: ->(row) { row['a'] == 1 }) { … } |
chained, configure(chained: true) |
weglassen |
Worauf beim Umstellen zu achten ist:
- Parallelmodus: Ohne
map,filter,validateundchainedbekam unter 2.x jedertransformeine eigene Kopie der Quellzeilen, und die Ergebnisse wurden hintereinander angehängt. Zweitransformauf 2 Quellzeilen ergaben 4 Zeilen, zweimapergeben 2 Zeilen mit beiden Änderungen. Wer wirklich jede Zeile mehrfach ausgeben will, gibt in einemmapein Array zurück:map { |r| [mit_b(r), mit_c(r)] }. - Kopfsatz:
transform(processing: :prepend)lief vor den Daten,headerläuft im Batch erst danach (steht aber vorne). Das zählt nur, wenn der Block etwas anderes tut, als eine Zeile zu liefern. - Schlusssatz:
processing: :appendbekam im Parallelmodus die Anzahl der Quellzeilen;ctx.writtenist die Anzahl der Datenzeilen nach allen Schritten,ctx.readdie der Quellzeilen. - Bedingung: Ein String in
condition:bricht schon beim Aufbau der Pipeline mitArgumentErrorab.
Prüfen lässt sich die Umstellung mit etl run skript.rb --dry-run vorher und nachher: Die Zusammenfassung und die
ersten Zeilen sollten gleich sein.
7.2 Von 2.0 auf 2.1
2.1 war abwärtskompatibel. Anders als in 2.0:
| Thema | 2.0 | ab 2.1 |
|---|---|---|
Postgres, write_row im Streaming |
jede Zeile sofort, ohne Transaktion | je 1000 Zeilen in einer Transaktion; der Rest in finalize/close, auch nach einem Abbruch |
| CSV lesen mit UTF-8-BOM | BOM steht im ersten Spaltennamen | BOM wird übersprungen |
Stats#to_s |
– | mit totals zusätzlich spalte=quelle/ergebnis |
etl ohne name |
– | stats.name = Skriptname |
8. Entwicklung
8.1 Aufbau
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| lib/datapipeline.rb | DSL und Ausführung (run), Stats, Context, Kurzschritte, Summen, Historie |
| lib/datapipeline/validation.rb | Regeln für validate |
| lib/datapipeline/layout.rb | Satzarten-Layouts: prüfen, formatieren, feste Breite, lesen |
| lib/datapipeline/watermark.rb | Wasserzeichen für inkrementelle Läufe |
| lib/datapipeline/lock.rb | Sperre gegen parallele Läufe |
| lib/datapipeline/connections.rb | Verbindungsdatei |
| lib/datapipeline/storage/ | storage_plugin.rb (Basisklasse) und je Plugin eine Datei |
| lib/datapipeline/notification/slack.rb | Slack |
| lib/datapipeline/version.rb | DataPipeline::VERSION |
| exe/etl | Kommando etl; bin/etl startet es im Repository mit dem Bundle |
| examples/ | Beispiele aus Kapitel 2, Daten in examples/data/, Verbindungsdatei in examples/config/, Demo-API |
| datapipeline.gemspec, CHANGELOG.md | Gem-Beschreibung, Versionsverlauf |
8.2 Tests
bundle exec rake test startet die Minitest-Suite in test/, rund 190 Fälle. Einzelne Datei:
bundle exec rake test TEST=test/core/steps_test.rb.
| Ordner | Inhalt |
|---|---|
test/plugins |
je Plugin das gemeinsame Testkit test/support/storage_contract.rb (Schreiben und Zurücklesen, zeilenweise, als Quelle und Ziel) plus eigene Fälle; REST gegen einen lokalen Testserver; Laden der Gems erst bei Nutzung |
test/core |
DSL, Schritte und Kurzschritte, Batch und Streaming, Fehlerbehandlung, Layouts, Sperre, Verbindungen, Summen, Historie, Wasserzeichen |
test/cli |
bin/etl als Prozess: Parameter, Dry-Run, Sperre, Historie, Exit-Codes |
test/examples |
die Beispiele aus Kapitel 2: Code in der Doku = Datei, Lauf und Ergebnis; REST gegen die Demo-API |
Eine .env wird in Tests nicht geladen; kein Test erreicht eine Produktivdatenbank. Postgres-Tests legen je Test eine
Wegwerf-Datenbank auf einem lokalen Server an (ETL_TEST_PG_HOST, _PORT, _USER, _PASSWORD; Default
localhost, Port 5432, $USER). Ohne erreichbaren Server werden sie übersprungen (23 Tests). Mit Postgres.app geht
ein eigener Testserver so, ohne die Daten der App anzufassen:
initdb -D tmp/pg -A trust && pg_ctl -D tmp/pg -o "-p 54329 -k ''" -l tmp/pg.log start
ETL_TEST_PG_PORT=54329 bundle exec rake test
pg_ctl -D tmp/pg stop
Ein eigenes Plugin lässt sich mit MemoryStorage aus test/test_helper.rb als Quelle oder Ziel testen; mit
include StorageContract und einer Methode contract_storage(env, :write | :read) bekommt es die gemeinsamen Tests.
8.3 Gem und Versionen
- Version in lib/datapipeline/version.rb, Änderungen in CHANGELOG.md (neueste oben). Neue Funktionen erhöhen die mittlere Stelle, Breaking Changes die erste (wie 3.0, 7.1).
- Jede Version bekommt ein Tag
vX.Y.Z(git tag -a v3.1.0 -m "datapipeline 3.1.0" && git push origin v3.1.0). Anwendungen binden das Gem mit einer Versionsgrenze ein ('~> 3.1', 1.2) oder fest auf ein Tag (tag: 'v3.1.0'; dann gehtlocal.datapipelinenicht). - Das
Gemfilebindet das Gem übergemspecein und ergänzt die Gruppenplugins(pg,sqlite3,roo,caxlsx,http) undtest;Gemfile.lockist versioniert. Ohne Plugin-Gems:bundle config set without plugins. - Gem bauen:
gem build datapipeline.gemspec. - Lizenz: BSD-3-Clause, siehe LICENSE; die Datei ist Teil des Gems.
- Beispiele in Kapitel 2 werden mit einem Marker
<!-- beispiel: examples/datei.rb -->vor dem Codeblock eingebunden; der Doku-Test vergleicht Block und Datei, Änderungen also immer in beiden machen.
9. Ausblick
Offene Punkte, Reihenfolge = empfohlene Umsetzung:
- Kommandozeile:
etl check skript.rb(Plugins, Gems und Verbindungen prüfen, ohne zu lesen oder zu schreiben),etl list(Pipelines, Wasserzeichen, letzter Lauf aus der Historie),--jsonfür die Stats. - Qualität: CI auf git.wicom.li mit
rake testund Postgres-Service, RuboCop,DataPipeline::TestingmitMemoryStorageals öffentliche Testhilfe für Anwendungen. - Slack: fertige Meldung aus den Stats (
notify slack, on: :problems), Timeout und Wiederholung bei429, Maskierung von&,<,>, Incoming Webhooks. - Weitere Plugins: SFTP-Ablage.