Replaces the previous FOR-only, single-statement-body, static-unrolling design with genuine control flow: FOR var IN source DO <block> END loop bodies with any number of statements (including nested loops/IFs), IF cond THEN <block> [ELSE <block>] END branching (nestable in any block), and RETURN as an ordinary statement usable anywhere -- it aborts execution immediately with its value, including breaking out of a loop early. This required a real, if small, architecture change: an IF branch or an early RETURN depends on actual cell values, which the previous "unroll everything into one static formula at parse time" approach can't resolve (loop *counts* are knowable up front from a range's size; branch *outcomes* aren't). A kind: 'block' call is now inlined only as far as resolving nested function calls (expandBlock, parse-time, same inside-out principle as before) and wrapped in a new BlockCallNode; its own control flow is interpreted at evaluation time by a small tree-walking interpreter added to evaluator.ts (execBlock/execStatement, a thrown ReturnSignal for early exit), reusing userFunctions.ts's substitute() (now exported) to resolve parameter/local-variable names against the current environment. Dependency tracking stays fully correct and conservative: collectRefs() walks into a BlockCallNode's block (new collectRefsInBlock), so a cell referenced only in a branch that doesn't happen to run is still a tracked precedent -- same principle as an ordinary IF() in any spreadsheet. Also added: comparison operators (= <> > < >= <=, result 1/0) as a new, loosest-binding precedence level in the *general* expression grammar (not just inside a block's IF) -- needed for IF conditions to be useful at all. A definition-time static check (blockAlwaysReturns) rejects a function at save time when it's not obviously guaranteed to reach RETURN on every path (an IF without an ELSE, or one where only one branch returns); the interpreter's own runtime "ended without RETURN" -> #ERR remains the actual enforcement for cases the static check can't see (e.g. a loop over an empty range). Nested loops (FOR inside FOR) and nested IFs work as an emergent property of the recursive statement grammar -- verified with dedicated tests, not just assumed. 257 tests passing (30 net new/rewritten for this change), vue-tsc/ eslint/build clean. Verified live in the running app: a FIRSTOVER(range; threshold) function using a FOR loop with a nested IF and an early RETURN, confirmed it returns the first match, confirmed changing a cell *past* the match point doesn't affect the result while changing the match point itself does, and confirmed a function without a guaranteed RETURN is rejected inline at save time. Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Formel-Engine
Selbst geschriebene, framework-agnostische Formel-Engine. Kein HyperFormula, kein
formula-parser, keine Spreadsheet-Library. Reines ES-Modul, in Vitest getestet.
Die adressierbare Einheit ist eine Tabelle – ein Tabellen-Objekt auf einer
Numbers-artigen Blattfläche. Tabellennamen sind nur pro Blatt eindeutig
(zwei Blätter dürfen je eine Tabelle "Umsatz" haben) – Umsatz!B2 (bzw.
Umsatz::B2) löst dann zur Tabelle auf dem gleichen Blatt wie die Formel
auf, sofern eindeutig; die explizite Form Blatt!Tabelle::B2 trifft immer
genau die genannte Tabelle. Siehe "Blatt-Qualifier" weiter unten.
Module
| Datei | Aufgabe |
|---|---|
lexer.ts |
Tokenizer. Flacher Token-Strom, keine strukturellen Entscheidungen. Kennt ! und ::. |
parser.ts |
Recursive-Descent → AST. Grammatik als EBNF-Kommentarblock im Kopf der Datei. |
evaluator.ts |
AST + EngineHost → CellValue. Numerisches Auswertungsmodell, Fehler-Propagierung. Enthält auch den kleinen Interpreter für kind: 'block'-Funktionsaufrufe (BlockCallNode) – siehe „Schleifen" unten. |
graph.ts |
Dokumentweiter Abhängigkeitsgraph: affected(), topoOrder(), Zirkel-Erkennung (iterative DFS, white/grey/black). |
refs.ts |
A1 ↔ (col,row) inkl. $-Sperrachsen, Spaltenbuchstaben, Bereichs-Expansion, F4-Zyklus (cycleReferenceLocks). |
functions.ts |
SUM/AVG/MIN/MAX/COUNT (+ Alias AVERAGE) als Tabelle { NAME → fn(values) }. Eingebaute Namen sind nie überschreibbar. |
userFunctions.ts |
Benutzerdefinierte Funktionen (dokumentweite Bibliothek, angelegt über die UI — siehe Haupt-README.md). expandUserFunctions() setzt einen kind: 'expression'-Aufruf beim Parsen der aufrufenden Zelle als Kopie des rekursiv expandierten, parametersubstituierten Funktionskörpers in deren AST ein; einen kind: 'block'-Aufruf (FOR/IF/RETURN-Code) verpackt sie stattdessen in einen BlockCallNode mit bereits aufgelösten verschachtelten Aufrufen, siehe „Schleifen" unten. |
workbook.ts |
Bindeglied: flache Liste von Tabellen + rohe Eingaben + ASTs + Werte + Graph. Inkrementelle Neuberechnung. Implementiert EngineHost. Ruft expandUserFunctions() direkt nach parseFormula(). |
types.ts |
Gemeinsame Typen, FormulaError, keyOf(). |
Die Engine kennt kein Vue. Der Vue-Store (src/store/) legt eine Workbook-
Instanz in ein reactive() und spiegelt berechnete Werte über einen
recalcTick-Ref – dadurch verhält sich jede Formelzelle im UI wie ein computed.
Grammatik (EBNF)
formula = "=" expression ;
expression = comparison ;
comparison = additive [ ("="|"<>"|">"|"<"|">="|"<=") additive ] ; (* höchstens
ein Vergleich, nicht
verkettbar; Ergebnis
1/0 (siehe Auswertungs-
modell unten) *)
additive = term { ("+" | "-") term } ; (* links-assoziativ; die
alte "expression"-Regel,
bevor Vergleiche
existierten *)
term = unary { ("*" | "/") unary } ; (* links-assoziativ *)
unary = ("+" | "-") unary
| power ;
power = primary [ "^" unary ] ; (* rechts-assoziativ; bindet
stärker als unäres Minus:
-2^2 = -(2^2) = -4 *)
primary = NUMBER
| STRING
| "(" expression ")"
| funcall
| reference ;
funcall = IDENT "(" [ expression { ";" expression } ] ")" ;
reference = [ sheetQualifier ] [ qualifier ] CELL [ ":" CELL ] ;
qualifier = (IDENT | QUOTED) ("!" | "::") ; (* Tabellenname; "!" und der
Numbers-Stil "::" sind
austauschbar *)
sheetQualifier = (IDENT | QUOTED) "!" ; (* Blattname -- nur erkannt,
wenn direkt gefolgt von
vollem "Tabelle::" (die
3-teilige Form); ein
einzelnes "X!Y" bleibt
die alte, rückwärts-
kompatible 2-teilige
Form (X = Tabelle) *)
NUMBER = /[0-9]+ ("." [0-9]+)? ([eE] [+-]? [0-9]+)?/ | /"." [0-9]+/ ;
STRING = /" ... "/ (Backslash-Escapes) ;
IDENT = /[A-Za-z_][A-Za-z0-9_]*/ ;
QUOTED = /' ( [^'] | '' )* '/ (* Tabellenname mit Leer-/Sonderzeichen *)
CELL = /\$?[A-Za-z]{1,3}\$?[0-9]{1,7}/ ;
Präzedenz, schwach → stark: Vergleich (= <> > < >= <=) < + - < * / < unäres + - < ^.
$ sperrt eine Referenz-Achse: $A1 (Spalte fix), A$1 (Zeile fix), $A$1
(beide fix) vs. A1 (relativ). Für die Auswertung ist das irrelevant – sie
ist rein positionsbasiert, $ wird geparst und sonst ignoriert. Es wirkt sich
ausschließlich beim Kopieren/Ausschneiden aus (shiftFormula in
src/store/document.ts, außerhalb der Engine): eine gesperrte Achse bleibt
beim Kopieren exakt wie eingegeben stehen, folgt aber beim Ausschneiden
trotzdem der verschobenen Zelle (dort verschiebt sich die referenzierte Zelle
selbst – $ ändert nur, ob eine Kopie mitzieht, nicht wohin ein Verschieben
zeigt). refs.ts#cycleReferenceLocks implementiert den F4-Zyklus
(relativ → $A$1 → A$1 → $A1 → relativ) für Formelleiste und Zell-Editor
— mit Cursor nur den einen Bezug dort, mit echter Textauswahl jeden
darin gefundenen Bezug auf einmal, jeden ausgehend vom eigenen Zustand.
Tabellennamen werden case-insensitiv und whitespace-tolerant aufgelöst:
Kosten!A2, 'Kosten'!A2, kosten!a2, Kosten::A2 sind identisch.
parseFormula(src, paramNames?) akzeptiert einen optionalen zweiten
Parameter: eine Liste von Namen, gegen die ein bare IDENT (das nicht wie
eine Zelle aussieht) zusätzlich geprüft wird — ein Treffer erzeugt statt eines
ParseError einen ParamNode. Nur beim Parsen eines Funktionskörpers
verwendet (userFunctions.ts); ohne das Argument ist das Verhalten exakt wie
zuvor, jeder bare Bezeichner ohne Zellform bleibt ein ParseError.
Blatt-Qualifier ("Blatt!Tabelle::Zelle")
parser.ts#Parser.afterFirstQualifierToken entscheidet per Lookahead, ob ein
! einen (alten) Tabellen-Qualifier einleitet oder einen Blatt-Qualifier:
nur wenn direkt danach IDENT/QUOTED "::" folgt, ist es ein Blattname und der
Parser konsumiert drei Segmente (Blatt, Tabelle, Zelle) statt zwei —
sonst bleibt die alte, einstufige Bedeutung (X!Y = Tabelle X, Zelle Y)
exakt erhalten. CellNode/RangeNode bekommen dafür ein optionales
sheetQualifier?: string-Feld neben dem bestehenden qualifier.
Die Auflösung passiert in workbook.ts#Workbook.resolveTableName(name, sheetName?) (Teil von EngineHost):
sheetNamegegeben (3-teilige Form) → nur eine Tabelle mit diesem Namen auf diesem Blatt trifft; sonstnull(→#REF).sheetNamefehlt und der Tabellenname ist eindeutig im Dokument → wie bisher, unverändert.sheetNamefehlt und der Name kommt auf mehreren Blättern vor → bevorzugt die Tabelle auf demselben Blatt wiethis.homeTableId(dafür setzen sowohlevaluateCellals auchprecedentsOfhomeTableId, bevor sie referenzieren — Letzteres, damit auch die Graph-Kanten beim Parsen schon dieselbe Auflösung wie später die Auswertung verwenden). Bleibt es danach mehrdeutig:null(→#REF).
TableModel (workbook.ts) trägt dafür zusätzlich sheetName: string. Die
Store-Seite (document.ts#toTableModels) befüllt es aus dem Blatt, dem die
Tabelle gehört; tableNamesOnSheet(sheetId)/objectNamesOnSheet(sheetId)
ersetzen dort die früher dokumentweiten Eindeutigkeits-Prüfungen beim Anlegen/
Umbenennen einer Tabelle. qualifyRef() (Point-Mode) fügt die volle
3-teilige Form nur dann ein, wenn der angeklickte Tabellenname wirklich
mehrdeutig und auf einem anderen Blatt als der Editor liegt — sonst reicht
weiterhin die einfache Form.
Benutzerdefinierte Funktionen
Kein Laufzeit-Closure, keine Änderung an evaluator.ts/graph.ts: ein Aufruf
einer benutzerdefinierten Funktion wird beim Parsen der aufrufenden Zelle
in deren AST eingesetzt (Inlining). userFunctions.ts#expandUserFunctions
läuft direkt nach parseFormula() in workbook.ts#parseCell und ersetzt
jeden FuncNode, dessen Name in der Funktions-Bibliothek steht (eingebaute
Namen haben Vorrang und werden nie ersetzt), durch eine Kopie des – selbst
wieder rekursiv expandierten – Funktionskörpers, mit jedem ParamNode durch
den zugehörigen Argument-Teilbaum des Aufrufers ersetzt. Danach sieht die
gespeicherte AST der Zelle so aus, als wäre die Formel von Hand ausgeschrieben
worden – collectRefs/precedentsOf/evaluate laufen unverändert, auch für
Zellen, die nur im Funktionskörper referenziert werden, nicht im Aufruf.
Ein Arity-Mismatch oder eine Expansionstiefe über 32 (Sicherheitsnetz gegen
einen Definitionszyklus, der eigentliche Schutz ist die Zyklus-Prüfung beim
Speichern einer Funktion im Store) wirft in expandUserFunctions einen
Error, den parseCell genau wie einen ParseError zu #ERR macht. Ein
unbekannter Funktionsname – eingebaut oder benutzerdefiniert – bleibt exakt
derselbe Pfad wie zuvor: der FuncNode bleibt unverändert stehen,
evaluate()s getFunction() findet ihn nicht → #NAME?.
Schleifen ("Mit Schleife"-Funktionen, kind: 'block')
Eine zweite, eigene Grammatik nur für Funktionskörper mit kind: 'block'
(neben der oben beschriebenen Ausdrucks-Form, kind: 'expression', die
unverändert bleibt) – mit echtem Kontrollfluss:
functionBlock = block ; (* ein Block = die ganze Funktion *)
block = { statement } ;
statement = assignment | forLoop | ifStmt | returnStmt ;
assignment = IDENT "=" expression ;
forLoop = "FOR" IDENT "IN" expression "DO" block "END" ;
ifStmt = "IF" expression "THEN" block [ "ELSE" block ] "END" ;
returnStmt = "RETURN" expression ;
FOR/IN/DO/END/IF/THEN/ELSE/RETURN sind – wie Funktionsnamen –
gewöhnliche IDENT-Token, case-insensitiv per Wortvergleich erkannt
(Parser.isKeyword), kein eigener Lexer-Token dafür nötig; = als Zuweisung
nutzt den EQUALS-Token (rein additiv – vorher ein LexError, kann also
keine vorher gültige Formel beeinflussen; derselbe Token dient in
expression() als Gleichheits-Vergleich, die beiden Grammatiken kollidieren
nicht, weil eine Zuweisung nur an Anweisungs-Anfang steht). RETURN ist eine
gewöhnliche Anweisung, keine feste Blockendung – sie darf überall
stehen, auch verschachtelt in FOR/IF.
parseFunctionBlock(src, paramNames) (parser.ts) parst rekursiv (parse- StatementBlock ruft sich über FOR/IF-Körper selbst wieder auf): jeder
eingeführte Name (Zuweisungsziel oder Schleifenvariable) wird sofort zu
Parser.paramNames hinzugefügt – flacher Namensraum, kein Scope-Stack,
ein Name bleibt für den Rest der Funktion sichtbar, auch nach seinem
eigenen FOR/IF. AssignNode/ForNode/IfNode/ReturnNode/BlockNode
sind bewusst nicht Teil des Node-Unions – nur der eine Knoten, der
tatsächlich in einer normalen Zell-AST landet, ist es:
interface BlockCallNode {
kind: 'blockcall';
block: BlockNode; // bereits: verschachtelte Aufrufe anderer Funktionen aufgelöst
args: Node[]; // die echten Argument-Ausdrücke des Aufrufers
paramNames: string[];
label: string; // für Fehlermeldungen
}
Warum kein Abrollen mehr (wie noch bei einer früheren Version dieses
Features): ein IF-Zweig oder ein bedingtes RETURN hängt vom
tatsächlichen Zellwert ab – das lässt sich nicht mehr rein aus der
Bereichsgröße vorausberechnen. userFunctions.ts#expand()s func-Fall löst
für kind: 'block' deshalb nur noch verschachtelte Funktionsaufrufe
innerhalb des Blocks auf (expandBlock(), läuft wie expand() durch jede
Anweisung/jeden verschachtelten FOR/IF-Körper, mit denselben "von innen
nach außen"-Regeln wie bisher) und verpackt das Ergebnis unverändert in einen
BlockCallNode – die eigenen Parameter dieser Funktion bleiben als
ParamNode im Block stehen, erst zur Auswertungszeit gebunden.
Der Interpreter (evaluator.ts) läuft, wenn evalScalar auf einen
blockcall-Knoten trifft:
evaluateBlockCall(node, host)baut die Startumgebungenv: Map<string, Node>ausparamNames/argsund ruftexecBlock/execStatementauf.- Eine
assignment/return/ifstmt-Bedingung wird übersubstitute(expr, env)(aususerFunctions.ts, dafür exportiert) gegenenvaufgelöst und dann ganz normalevalScalar-ausgewertet; das Ergebnis wird (als Literal-Node) zurück inenvgeschrieben. - Eine
forLooplöst ihre (substituierte) Quelle überrangeOrCellToCell- Nodes()in eine konkrete Zellliste auf (expandRange, wieevalArges für ein Bereichsargument tut) – ein Einzelzellbezug ergibt genau eine Iteration – und führtbody(ein vollständiger, ggf. verschachtelterBlockNode) einmal je Zelle aus, in Zellreihenfolge. Schleifenvariable und alle im Körper zugewiesenen Namen bleiben danach inenv(flacher Namensraum: sichtbar mit ihrem letzten Wert für den Rest der Ausführung). returnwirft einReturnSignal(Wert), das nurevaluateBlockCallfängt – ein Standard-"Unwind zu einer bekannten Grenze"-Muster für frühen Ausstieg. Das bricht sofort jede laufende Schleife/jedesIFab, egal wie tief verschachtelt.- Läuft die Ausführung durch, ohne dass je
ReturnSignalgeworfen wurde, wirftevaluateBlockCallselbst einenError("… endet ohne RETURN").
Jeder Error hier (Schritt-Limit, ungültige FOR-Quelle, kein RETURN
erreicht) propagiert unverändert zu evaluateCells bestehendem catch-all in
workbook.ts → #ERR – dieselbe Absicherung, die schon jeden anderen
Auswertungsfehler abfängt, keine neue Fehlerbehandlung nötig.
Kein Endlos-Risiko trotz echter Schleife: MAX_LOOP_STEPS (10.000,
Summe aller Iterationen einer evaluateBlockCall-Ausführung, auch über
verschachtelte Schleifen hinweg) wirft bei Überschreitung. Eine Kette
verschachtelter kind: 'block'-Aufrufe bleibt zusätzlich durch
MAX_EXPANSION_DEPTH (32, unverändert, greift beim Auflösen verschachtelter
Aufrufe in expandBlock) begrenzt, sodass die Gesamtarbeit pro Formel immer
endlich bleibt.
Abhängigkeiten: collectRefs() (parser.ts) bekommt einen blockcall-
Fall, der sowohl .args als auch – über die neue Hilfsfunktion
collectRefsInBlock – jeden im Block erreichbaren Zellbezug einsammelt,
rekursiv durch FOR/IF. Das ist bewusst konservativ: ein Bezug in
einem zur Laufzeit nicht genommenen IF-Zweig zählt trotzdem als
Abhängigkeit (genau wie bei einem gewöhnlichen IF in Excel) – lieber
gelegentlich unnötig neu rechnen als je einen veralteten Wert zeigen.
Namens-Validierung ist Store-Sache, nicht Engine-Sache (wie beim
Fehlermodell durchgängig: die Engine liefert Mechanik, deutsche
Fehlertexte entstehen im Store). userFunctions.ts exportiert dafür,
jeweils rekursiv durch verschachtelte FOR/IF-Körper:
declaredBlockNames(block)– jeder eingeführte Name, inkl. Wiederholungen bei Wiederverwendung (z. B. das Akkumulator-Musterergebnis = 1 FOR x IN bereich DO ergebnis = ergebnis * x END, wo „ergebnis" zweimal auftaucht, aber keine Kollision ist).findInvalidForSource(block)– die ersteFOR-Quelle, die syntaktisch weder Parameter noch Zelle/Bereich ist (egal wie tief verschachtelt).collectCalledFunctionNamesInBlock(block)– läuft das bestehendecollectCalledFunctionNames()über jeden Blatt-Ausdruck des Blocks; von der Store-Zyklusprüfung genutzt.blockAlwaysReturns(block)– konservative statische Prüfung "erreicht jeder Pfad garantiert einRETURN": wahr, wenn der Block einereturn-Anweisung enthält, oder einIFmitELSE, bei dem beide Zweige immer returnen. EineFOR-Schleife allein reicht nie (könnte 0 Iterationen haben) – das ist eine Frühwarnung beim Speichern, die Laufzeit-Prüfung oben ("… endet ohne RETURN" →#ERR) ist die tatsächliche Absicherung.
document.tss validateCustomFunction prüft damit: jeder Name gültig/nicht
zellartig/kein reserviertes Wort (FOR/IN/DO/END/IF/THEN/ELSE/
RETURN), kein unterschiedlicher lokaler Name überschattet einen
Parameter (Wiederverwendung desselben Namens über mehrere Anweisungen ist
dagegen erlaubt), blockAlwaysReturns sowie die Zyklus-Prüfung.
Auswertungsmodell
- Arithmetik ist numerisch. Leere Zelle (
null) zählt als0. Eine zahlenförmige Zeichenkette wird gecastet, jede andere ergibt#VALUE!. - Vergleiche sind ebenfalls numerisch (
toNumber()-Koerzierung wie bei+ - * /), Ergebnis1(wahr) oder0(falsch); genutzt vor allem in einerIF-Bedingung eines „Mit Schleife"-Funktionskörpers (s. o.), aber in jeder Formel gültig. - Fehler propagieren unverändert durch Operatoren und Funktionen (der erste gefundene Fehler gewinnt).
- Ein Bereich darf nur als Funktionsargument stehen. In Skalar-Position
ergibt er
#VALUE!. SUM/MIN/MAXüber „keine Zahlen“ →0;AVGüber „keine Zahlen“ →#DIV/0!.COUNTzählt nur echte Zahlen – leere Zellen und Text werden nicht gezählt.^=Math.pow, rechts-assoziativ:=2^3^2→2^(3^2)=512.
Neuberechnung
setCellreparst eine Zelle, aktualisiert ihre Graph-Kanten.graph.affected(dirty)= geänderte Zellen + alle transitiven Abhängigen.graph.topoOrder(affected)liefert eine sichere Auswertungsreihenfolge (Präzedenzen zuerst) und die Menge der Zellen auf einem Zyklus.- Zyklus-Zellen bekommen direkt
#CIRC; der Rest wird in topologischer Reihenfolge ausgewertet. Nicht betroffene Zellen behalten ihren Wert („nur betroffene Zellen neu rechnen“).
Strukturänderungen (Tabelle umbenennen/löschen, Zeilen/Spalten, Blatt löschen)
rufen rebuild() für einen vollständigen – trotzdem billigen – Durchlauf.
Fehlermodell
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
#REF |
ungültiger/gelöschter Bezug, unbekannter Tabellen-/Blattname, oder ein unqualifizierter Tabellenname, der auf mehreren Blättern existiert und auch über die "gleiches Blatt wie die Formel"-Regel nicht eindeutig wird |
#DIV/0! |
Division durch 0 (auch AVG ohne Zahlen) |
#NAME? |
unbekannte Funktion (eingebaut oder benutzerdefiniert) |
#ERR |
Parse-Fehler (=A1+, =SUM(); auch Arity-Mismatch/Expansionstiefen-Limit bei einer benutzerdefinierten Funktion, oder bei kind: 'block' eine ungültige FOR-Quelle, mehr als MAX_LOOP_STEPS Schleifenschritte, oder eine Ausführung ohne je erreichtes RETURN |
#CIRC |
Zirkelbezug – auch tabellen-/blattübergreifend |
#VALUE! |
Typfehler in Arithmetik (Text × Zahl, Bereich als Skalar). Erweiterung über die Aufgabenstellung hinaus, dokumentiert. |
Es gibt keinen Absturz und keinen Hang: Lexer/Parser werfen intern,
Workbook fängt alles ab und schreibt einen Fehlerwert in die Zelle.