AND/OR/NOT, Fehler-Literale und Zeilen/Spalten einfügen/löschen

- AND(...)/OR(...)/NOT(...) als gewöhnliche Funktionen (kein Kurzschluss-
  Sonderfall wie IF/XLOOKUP nötig, werten wie in echtem Excel alle
  Argumente eager aus). Dabei die bisher dreifach duplizierte
  Wahrheits-Prüfung zu functions.ts#isTruthy() zusammengezogen, jetzt
  von FUNCTIONS.IF, evalIf() und dem Block-IF-Statement gemeinsam genutzt.
  Schließt "kein AND/OR für zusammengesetzte Bedingungen" aus den
  Bekannten Grenzen, auch nutzbar in "Mit Schleife"-IF-Bedingungen.

- Neue Grammatik-Ergänzung: ErrorLiteralNode. Jeder der sieben Fehlercodes
  (#REF, #DIV/0!, #NAME?, #ERR, #CIRC, #VALUE!, #N/A) lässt sich jetzt
  direkt in eine Formel tippen (=IF(A1=0;#N/A;A1)) und wertet unbedingt zu
  genau diesem Fehler aus.

- Zeilen/Spalten einfügen/löschen mitten im Gitter (Rechtsklick auf einen
  Zeilen-/Spaltenkopf), nicht nur am Rand wie bisher: Zellinhalte, Formate
  und Zeilenhöhen/Spaltenbreiten verschieben sich innerhalb der Tabelle,
  und jede Formel im gesamten Dokument, die die Tabelle referenziert (auch
  über Tabelle!Zelle/Blatt!Tabelle::Zelle-Qualifier aus anderen Tabellen),
  wird automatisch mitgezogen. Ein Bereich, der die Stelle überspannt,
  wächst/schrumpft entsprechend; eine Referenz, die exakt die gelöschte
  Zeile/Spalte trifft, wird zu einem echten #REF-Literal im Formeltext
  (nutzt die neue ErrorLiteralNode-Grammatik). $-Sperren bleiben dabei
  bewusst wirkungslos (anders als beim Kopieren), unveränderte Referenzen
  bleiben byte-identisch. Token-Level-Splice wie shiftFormula (Kopieren/
  Ausschneiden), keine AST-Neuserialisierung.

406 Tests, vue-tsc/eslint/build sauber, Playwright-live-verifiziert.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
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2026-09-08 22:34:33 +02:00
co-authored by Claude Sonnet 5
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@@ -55,6 +55,7 @@ power = primary [ "^" unary ] ; (* rechts-assoziativ; bindet
-2^2 = -(2^2) = -4 *)
primary = NUMBER
| STRING
| ERRORLIT
| "(" expression ")"
| funcall
| reference
@@ -85,6 +86,9 @@ STRING = /" ... "/ (Backslash-Escapes) ;
IDENT = /[A-Za-z_][A-Za-z0-9_]*/ ;
QUOTED = /' ( [^'] | '' )* '/ (* Tabellenname mit Leer-/Sonderzeichen *)
CELL = /\$?[A-Za-z]{1,3}\$?[0-9]{1,7}/ ;
ERRORLIT = "#REF" | "#DIV/0!" | "#NAME?" | "#ERR" | "#CIRC" |
"#VALUE!" | "#N/A" ; (* longest-match in the lexer -- see
lexer.ts's ERROR_CODES_BY_LENGTH *)
```
Präzedenz, schwach → stark: Vergleich (`= <> > < >= <=`) < `&` < `+ -` < `* /` < unäres `+ -` < `^`.
@@ -417,6 +421,16 @@ dagegen erlaubt), `blockAlwaysReturns` sowie die Zyklus-Prüfung.
Konvention wie bei `kind: 'block'`s `IF`-Abhängigkeiten (s. u.). Ein
benutzerdefiniertes „IF" ist nicht anlegbar (Namenskollision mit dem
eingebauten `FUNCTIONS.IF`-Eintrag).
- **`AND`/`OR`/`NOT` brauchen dagegen keine Sonderbehandlung** — anders als
`IF`/`XLOOKUP` sind es ganz normale `functions.ts`-Einträge, ohne
`evaluator.ts`-Kurzschluss: `AND`/`OR` werten (wie in echtem Excel) **alle**
Argumente eager aus, ein Fehler in irgendeinem Argument propagiert also
immer, egal ob das logische Ergebnis schon feststeht (`=AND(1=2; 1/0)` →
`#DIV/0!`, nicht `0`). `functions.ts#isTruthy()` ist die eine
Wahrheits-Konvention, die überall im Motor geteilt wird, wo eine Bedingung
gebraucht wird – `evalIf()` und `execStatement`s `ifstmt`-Fall importieren
sie jetzt aus `functions.ts`, statt sie (wie vor diesem Feature) je einmal
inline zu duplizieren.
## Datum & Zeit
@@ -558,3 +572,13 @@ rufen `rebuild()` für einen vollständigen – trotzdem billigen – Durchlauf.
Es gibt **keinen** Absturz und **keinen** Hang: Lexer/Parser werfen intern,
`Workbook` fängt alles ab und schreibt einen Fehlerwert in die Zelle.
Jeder dieser sieben Codes ist außerdem als **`ErrorLiteralNode`** direkt in
eine Formel tippbar (`=#REF`, `=IF(A1=0;#N/A;A1)`, …) – der Lexer erkennt
ihn als eigenes `ERRORLIT`-Token (längster Treffer zuerst, s. o. EBNF),
`evalScalar`s `case 'errorliteral':` gibt unbedingt `new FormulaError(code)`
zurück. `store/document.ts`s Zeilen-/Spalten-Löschen ist der eine Ort, der
selbst *Formeltext* mit `#REF`-Literalen erzeugt (für eine dadurch
kollabierte Referenz) – ansonsten ist es reine Nutzer-Eingabe, wie eine
Zahl- oder Text-Konstante. Kein `!` am Ende (`#REF`, nicht Excels `#REF!`)
– derselbe Code, den diese Engine selbst überall sonst produziert.